NABU wertet die Blühwiese am Rottkampweg mit Apfelbäumen auf

Bienenhotel erfreut zahlreiche summende Gäste

Drei Apfelbäume pflanzen die Mitglieder des NABU-Barsinghausen auf ihrem Wiesendreieck an der Bahnlinie in Egestorf.

EGESTORF (fk). Erst vor Kurzem hat der Naturschutzbund Barsinghausen (NABU) mit Unterstützung der Stadtsparkasse Barsinghausen neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt und schon startet der NABU eine weitere Baum-Pflanzaktion aus eigenen Mitteln. 38 Obstbäume und 20 Eichen wurde unter anderem aus Mitgliedsbeiträgen angeschafft und sollen das Stadtgebiet grüner machen. Nun sind drei Apfelbäume am Grasfeldweg am Rottkampweg westlich vom Birkengrasebrink gepflanzt worden.

Vor rund drei Jahren wurde dem NABU dort ein kleines Wiesendreieck überlassen, auf dem sich früher ein Schrebergarten befand. Dieser Bereich wurde mit großem Aufwand der ehrenamtlichen Helfer des NABU in eine Blühwiese mit Heckensaum umgewandelt. Der NABU ist dabei dieses Gebiet als eine Insel zu Renaturieren zu verwandeln, in dem dort unter anderem die sogenannte Regiosaat ausgebracht wird. „Regiosaat sind gebietsheimische Gewächse, die hier in diese Region gehören und von denen die hier heimischen Tiere und Vögel profitieren“, erklärt Elke Steinhoff, die Vorsitzende des NABU Barsinghausen. Die studierte Umweltfachfrau und NABU-Mitglied Sophia Närmann hat auf dem Gebiet innerhalb kürzester Zeit 52 Kräuterarten kartiert.

Wie groß diese Artenvielfalt auf dem Gelände ist, zeigt auch das dort schon jetzt und ganzjährig gut besuchte Bienenhotel des NABU. Die ersten Gäste, die dort schon Schwärmen, sind die Männchen der gehörnte Mauerbiene, die dort auf die weiblichen Bienen warten. Nach der Pflanzung der drei Apfelbäume wird das Gebiet, bis auf teilweise notwendiges Zurückschneiden, wieder sich selbst und der Natur überlassen. Gerne würde der NABU im Rahmen der Renaturierung noch mehr Flächen in der freien Landschaft partiell mit Bäumen oder Hecken aufwerten. Unter anderem sind laut NABU insbesondere freien Flächen an Weg- und Feldrändern hierfür interessant. Hierzu bedarf es allerdings der Einwilligung der örtlichen Landwirte.

Foto: fk