NABU: Wo sind die Wintervögel geblieben?

Nun liegt das offizielle Ergebnis der Wintervogelzählung vor

LAND/REGION (red). 12.186 niedersächs. Vogelfreunde zählten Anfang Januar 275.415 Vögel in 7.926 Gärten, eine Rekordbeteiligung. Das Ergebnis gibt aber Anlass zur Sorge: „So wenige Vögel wie in diesem Winter hatten wir schon lange nicht mehr!“ Durchschnittlich 17 Prozent weniger Vögel wurden an den Zählstellen beobachtet. Pro Garten ließen sich im Schnitt nur 34 Vögel aus 8 unterschiedlichen Arten sehen. Sonst lag der Schnitt bei 41 Vögel aus 9 Arten. Auffällig waren die Rückgänge bei Meisen: Kohlmeisen – 30 %, Blaumeisen – 26 %, Schwanzmeisen – 49 %. Besonders auch Grünfinken werden immer seltener: – 22 % gegenüber 2016 und – 67 % gegenüber 2011. Die häufigsten Wintervögel sind dieses Mal Haussperlinge, dann folgen Amseln, dann Kohlmeisen. Die im Mai stattfindende Aktion „Stunde der Gartenvögel“ soll Aufschlüsse darüber liefern, ob die Verluste reale Ausfälle oder vielleicht auf Wanderbewegungungen zurückzuführen sind.