Naturschützerin Hannelore Owens plädiert für hybride Ausschuss- und Ratssitzungen

In einem offenen Brief hat sie sich jetzt an Bürgermeister Henning Schünhof gewandt

BARSINGHAUSEN (red). „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, seit über 30 Jahren bin ich ehrenamtlich als Natur- und Umweltschützerin in Barsinghausen aktiv. Ich bin Gründungsmitglied des NABU Barsinghausen und habe diese Gruppe als Vorsitzende von 2007 bis 2013 geleitet. Nicht nur während der Zeit als Vorsitzende, sondern auch danach habe ich bis heute an zahlreichen Sitzungen des Rats und des Bauausschusses der Stadt Barsinghausen teilgenommen. Meistens bin ich zu den Sitzungen der Umwelt zuliebe mit den Rad gefahren: Seit meiner Verrentung bin ich aus finanziellen Gründen nicht mehr motorisiert und auf mein Fahrrad als Transportmittel angewiesen. Meine Teilnahme an den Sitzungen ist also u.a. wetterabhängig. Auch in der dunklen Jahreszeit ist die Anfahrt zu den Sitzungen für Radfahrer nicht ganz ungefährlich; zum Beispiel können Objekte, wie z.B. heruntergefallene Zweige, auf den schlecht erleuchteten Radwegen kaum erkannt werden. Diese können beim Rüberfahren in die Speichen geraten und einen Sturz verursachen. Im Winter verhindern manchmal Schnee und Glätte eine Teilnahme. Durch meine ehrenamtlichen Aktivitäten ist mir eine Teilnahme an vielen Sitzungen aber sehr wichtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch andere Bürger/-innen Barsinghausens ein reges Interesse haben, aber aus unterschiedlichen Gründen verhindert sind, Präsenz-Sitzungen beizuwohnen. Aus den o.a. Gründen möchte ich Sie bitten, in absehbarerer Zukunft Rats- und Bauausschusssitzungen als Hybridsitzungen abzuhalten. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Hannelore Owens

Foto: ta