Neu gebaute „Kita Die Heide“ geht jetzt an den Start

Im Normalbetrieb stehen 80 Betreuungsplätze zur Verfügung / Bürgermeister Henning Schünhof: „Weiterer Baustein im Kita-Nothilfeplan“

Bürgermeister Henning Schünhof überreicht Kita-Leiterin Diana Schreiber zur Einweihung ein Präsent.

KIRCHDORF (red). „Mit dieser Einrichtung bringen wir insgesamt 80 Betreuungsplätze an den Start“, freut sich Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof über die Fertigstellung der neuen Kita am Fasanenweg. Bereits am heutigen Freitag seien die ersten Mädchen und Jungen in den vier Gruppen aufgenommen worden, wie der Verwaltungschef weiter ausführt. „Da wir aber coronabedingt weiterhin nur eine Notgruppenbetreuung ermöglichen können, planen wir für den Anfang mit 32 Kindern“, führt der Rathauschef weiter aus. 20 Plätze entfallen dabei auf die beiden Kindergartengruppen, im Krippenbereich werden in den beiden Gruppen jeweils sechs Mädchen und Jungen aufgenommen. Die Pandemie hat nach Angaben des Ersten Stadtrates Dr. Thomas Wolf auch erhebliche Auswirkungen auf die nun beginnende Eingewöhnungsphase der 32 Mädchen und Jungen. „Wir gehen davon aus, dass dieser Prozess aufgrund der strengen rechtlichen Vorgaben deutlich länger dauern wird als üblich“, erklärte er. „Die Situation ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, zumal die Kinder bei diesen Schritten in eine neue Umgebung außerhalb des Elternhauses wichtige Erfahrungen sammeln, machte Dr. Thomas Wolf deutlich. Die neue Einrichtung im Ortsteil Kirchdorf ist nach Angaben des Ersten Stadtrates Teil des sogenannten Kita-Nothilfeplanes, den die Stadt vor rund anderthalb Jahren initiiert hatte. „Mit 80 Plätzen und einer Investitionssumme von rund 2,8 Millionen Euro ist diese Kita das größte Einzelprojekt innerhalb dieses Programms“, erklärt er. „Wir hoffen, mit dem Startschuss für diese Einrichtung einen erheblichen Teil des momentan akuten Bedarfs an Betreuungsplätzen auffangen zu können“, so der Erste Stadtrat weiter.

Ende August 2020 war mit den Bauarbeiten begonnen worden. Bereits sechs Wochen nach dem Startschuss, Mitte September, wurden bereits die ersten Gebäudeelemente in Modulbauweise aufgestellt. „Anfang März war der Baukörper mit seinen rund 870 Quadratmetern Grundfläche dann fertig gestellt“, blickt der Erste Stadtrat zurück. Von den Gesamtkosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro entfällt der Löwenanteil auf die Bauarbeiten. „Wir planen für diesen Bereich mit Kosten von 2,3 Millionen Euro“, so Dr. Thomas Wolf. Für die Herstellung des Außengeländes seien weitere rund 270.000 Euro veranschlagt, die Ausstattung ist mit 80.000 Euro angesetzt worden. „Dazu kommen dann noch die sogenannten Baunebenkosten und die Kosten für die Planung von etwa 150.000 Euro“, rechnet der Erste Stadtrat vor. Pro Betreuungsplatz seien 35.000 Euro investiert worden. Aufgrund des angesprochenen großen Nachfrage habe sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, „mit dem Startschuss für die neue Einrichtung nicht bis zum Abschluss aller Arbeiten zu warten, sondern mit dem Betrieb in der Kita so früh wie möglich zu beginnen“, wie der Erste Stadtrat betont. Insbesondere auf dem Außengelände gebe es noch einiges zu tun, doch auch im Gebäude selbst sei noch nicht alles funktionsfähig. „Beispielsweise werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den ersten Tagen nur über die Diensthandys erreichbar sein. Wir gehen aber davon aus, dass wir die betreffenden Arbeiten im Gebäude relativ schnell abschließen können“, zeigt sich Dr. Thomas Wolf zuversichtlich.

Die Suche nach dem Personal für die neue Einrichtung ist indessen weitgehend abgeschlossen. „Dank der großangelegten Werbekampagne Anfang 2020 ist es uns gelungen, die bereits 14 der 17 Stellen frühzeitig zu besetzen“, berichtet Kinderbetreuungsamtsleiter Claudius Reich. Er selbst sei sicher, dass angesichts der weiterhin eingehenden Bewerbungen die freien Stellen in Kürze besetzt werden können. „Wir profitieren in dieser Hinsicht von der guten Vorarbeit der Kollegen aus dem Gremien- und Presseamt.“ Der große Vorlauf bis zum Start ist dabei aus seiner Sicht auch ein Vorteil: „In den vergangenen Monaten haben sich die Kolleginnen und Kollegen in regelmäßigen Abständen getroffen, um die Eröffnung vorzubereiten. Bei diesen Runden haben sie beispielsweise Konzepte und pädagogische Angebote für die Mädchen und Jungen entwickelt und Abläufe geplant“, berichtet der Amtsleiter. „Wir sind in dieser Hinsicht dank der guten Vorarbeit der Kolleginnen und Kollegen schon sehr weit“, ist Claudius Reich zufrieden, zumal die Stimmung im Team aus seiner Sicht überaus gut sei und eine große Vorfreude auf den Start herrsche. Bürgermeister und Erstem Stadtrat zufolge sollen in den kommenden Wochen zwei weitere Einrichtungen ihre Pforten öffnen. „Bei dem Waldkindergarten an der Deister-Freilicht-Bühne und dem Kindergarten im Gemeindehaus in Kirchdorf sind wir auf der Zielgraden“, berichtet Henning Schünhof. In den beiden Einrichtungen können voraussichtlich ab Mai insgesamt 35 Mädchen und Jungen betreut werden. „20 Plätze wird es dann in der „Arche“ in Kirchdorf geben, während im Waldkindergarten bis zu 15 Kinder aufgenommen werden können“, ergänzt der Erste Stadtrat. Für den Spätherbst sei dann mit der Inbetriebnahme der letzten drei Einrichtungen des Kita-Nothilfeplanes zu rechnen. „Dann werden wir noch einmal vier Kindergartengruppen mit 100 Plätzen und zwei Krippengruppen mit 30 Plätzen an den Start bringen“, blickt Dr. Thomas Wolf voraus. Einige Tage früher werden dann auch die beiden Maßnahmen der „Initiative für mehr Kinderbetreuung in Barsinghausen“ – die Kita „Zwergenburg“ in Egestorf und die Kita „Gänsefüßchen“ in der Nordstadt – den Betrieb aufnehmen.

Foto: ta / Jochen Florian