Neues Wasserwerk wird mit 17,4 Millionen Euro deutlich teurer als geplant

Gründe sind die normale Preissteigerung sowie eine Konkretisierung der einzelnen Baumaßnahmen

BARSINGHAUSEN/ECKERDE (ta). Beim Neubau des Wasserwerks bei Eckerde ist mit einer Steigerung der Kosten in Höhe von 26,6% auf nun 17,4 Millionen Euro zu rechnen. Das haben Berechnungen der Ingenieurgesellschaft Wetzel und Partner gegenüber den Zahlen einer früheren Studie ergeben. Aufgrund dieser Änderung im Kostenrahmen hatte sich die Geschäftsleitung der Stadtwerke Barsinghausen als Bauherr dafür ausgesprochen, dass das Thema vorab im heutigen Finanzausschuss behandelt wird. In einer Präsentation legten Peter Walter und seine Mitarbeiter von der Ingenieurgesellschaft im Detail dar, in welchen Gewerken und Bauabschnitten mit Kostensteigerungen zu rechnen ist. Zunächst sei es normal, dass es gegenüber der ursprünglichen Studie zu Preissteigerungen komme, diese würden 7% ausmachen. Herzstück des neuen Wasserwerks auf der nördlichen Seite der Kreisstraße werde die CARIX-Anlage zur Aufbereitung des Wassers, während in den beiden Trinkwasserbehältern künftig jeweils 1500 Kubikmeter Trinkwasser gespeichert werden könne. Zu den Kostenfaktoren, die in die der alten Studie nicht berücksichtigt worden seien, zählten unter anderem die Verlegung von Rohren auf die Nordseite der Straße (520.000 Euro), die Etablierung von Trinkwasserbehältern aus VA anstelle von Beton (800.000 Euro) und eine Photovoltaikanlage (240.000 Euro). Die VA-Behälter seien aber schneller zu errichten und würden eine längere Lebensdauer aufweisen. Zu den weiteren Mehrkostenfaktoren zählten ferner die Turbine zur Füllung der Behälter, die Desinfektionsanlage sowie die Nachnutzung des bisherigen Wasserwerks. Das alte Werk solle bei der Energieversorgung an das neue Werk angebunden werden (60.000 Euro) und es sollten Sozialräume ausgebaut werden. Zusammen mit der Energieversorgung und der Erneuerung von Brunnen müsse von Kosten in Höhe von 144.000 Euro ausgegangen werden. Peter Walter empfahl, dass die Ausschreibung der einzelnen Bauleistungen noch in diesem Jahr erfolgen sollte, um einen weiteren marktbedingten Anstieg der Preise zu vermeiden. Der Baustart könne im ersten Quartal 2022 und die Fertigstellung des neuen Wasserwerks bis spätestens 2024 erfolgen. Über die von der Stadtverwaltung vorgelegte Beschlussfassung wollen die Fraktionen in den nächsten Tagen beraten, eine Entscheidung soll in der Ratssitzung am 15. April gefällt werden.

Foto: ta-Archiv