Niedersachsen ordnet Weihnachtsruhe, besondere Einschränkungen und zeitlich begrenzte Warnstufe 3 an

Die neue Corona-Verordnung wird heute veröffentlicht

NIEDERSACHSEN (ta). Die Landesregierung hat heute besondere Maßnahmen für die Zeit vom 24. Dezember bis 2. Januar angekündigt, die überarbeitete Verordnung wird heute veröffentlicht. Ministerpräsident Stephan Weil betonte, in dieser Zeit gelte Warnstufe 3 – unabhängig von den Inzidenzwerten. Dabei handele es sich um eine Weihnachtsruhe, so Weil. Die neue Situation in der vierten Welle hinsichtlich der Omikron-Variante erfordere besondere Maßnahmen. Für den Schutz vor dieser Variante sei die Booster-Impfung nötig. Wissenschaftler hätten eindringlich zur Vorsicht geraten, denn Omikron sei offensichtlich noch ansteckender als die Delta-Variante. Weil schloss nicht aus, dass Anfang 2022 eine Situation eintrete, wie es sie noch nie in der Pandemie gegeben habe. Er wisse, dass die Gesellschaft enorm gestresst sei, aber man könne auch nicht die Augen vor der Realität verschließen. Zu den Feiertagen über Weihnachten und Silvester sagte Weil, hier fänden stets viele Treffen und Kontakte und somit auch Infektionen statt. „Wir wollen aber, dass das Virus nicht mitfeiert.“ Zwar hätten die Bund-Länder-Gespräche noch keinen neuen Beschlüsse gebracht, aber Niedersachsen werde jetzt mit besonderen Maßnahmen handeln. In der Zeit von Heiligabend bis zum 2. Januar gelte also Warnstufe 3. Bei Festen gelte eine Obergrenze mit 25 Personen. Tanzveranstaltungen würden verboten und Diskotheken müssten schließen. Das normale Geschäft in der Gastronomie könne aber weitergeführt werden und auch Hotels könnten offen bleiben. Außerdem gelte mit der neuen Verordnung 2G im Einzelhandel. Weil rief die Menschen dazu auf, sich in der nächsten Zeit mit Kontakten zurückzuhalten.

Kultusminister Tonne erklärte, die Weihnachtsferien würden nicht geändert, vom 20. bis 22. Dezember könnten sich Schüler aber vom Präsenzunterricht freistellen lassen. Ein wirklicher Schullockdown solle weiterhin vermieden werden und Kinder unter 14 Jahren könnten auch Stoffmasken tragen.

Foto: Nds. Staatskanzlei / Holger Hollmann