Niedrige Getreidepreise und feuchtes Erntewetter setzen den Landwirten zu

BARSINGHAUSEN (ta). 

IMG_3739Eine durchwachsende Zwischenbilanz bei der Getreideernte zieht der Vorsitzende vom Landvolk-Kreisverband Hannover, Heinrich Blume. Bis jetzt seien im Deistervorland rund 40 bis 50 Prozent der Felder gemäht. Durchschnittlich bis zufriedenstellend seien die Erträge, was den Landwirten allerdings zu schaffen mache, seien das Abrutschen der Marktpreise sowie die nasse Witterung während der Erntephase, so Blume.

IMG_3736Gerste und Raps sind bereits eingefahren. Weil der Weltmarkt gesättigt sei, lägen die Preise allerdings um 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der Weizen sei von guter Qualität, aber auch hier müsse die Landwirtschaft einen Preisnachlass von 20 Prozent hinnehmen. Halte das feuchte Wetter weiter an, werde auch die Backqualität durch das Aufquellen der Ähren in Mitleidenschaft gezogen.

Die hohen Niederschlagsmengen im Juli – und der August schicke sich gerade an, ähnlich feucht zu werden – hätten dazu geführt, dass viele Halme niedergerückt worden seien. Nun müssten die Erntefahrer sehr konzentriert und vor allem länger als geplant arbeiten. „Das erhöht natürlich die Kosten für die Landwirte, daher sind der Wetterbericht und das Regenradar im Moment sehr wichtig für uns“, betont Blume.

 

IMG_3733Foto: ta