Offizielle Verabschiedung von Marc Lahmann: „Es hat Spaß gemacht in dieser schönen Stadt“

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, den Vereinen und der Feuerwehr

Eintrag ins Goldene Buch mit Ehefrau Karin

BARSINGHAUSEN (ta). Der Corona-Pandemie war es geschuldet, dass die offizielle Feier zur Verabschiedung von Marc Lahmann als Bürgermeister erst jetzt stattfinden konnte. Zur Erinnerung: Im Jahr 2007 trat Lahmann in Barsinghausen seinen Dienst als gewählter 1. Stadtrat an und 2013 triumphierte er bei der Bürgermeisterwahl und trat somit die Nachfolge des verstorbenen Walter Zieseniß an. Heute fanden sich in der Aula am Spalterhals zahlreiche Gäste aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen, Amtsträger aus der Bürgermeisterrunde in der Region sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung ein, um Lahmann gebührend als Barsinghäuser Verwaltungschef zu verabschieden. „Die Zeit als Bürgermeister war herausfordernd, aber es hat auch Spaß gemacht in dieser schönen Stadt“, betonte Lahmann in seiner Rede. In seinen 14 Jahren in Barsinghausen sei einiges erreicht worden, so sei im Zuge der Haushaltskonsolidierung Großes geleistet worden. So habe man den Grundstock für die Zukunft der Stadt gelegt. Besonders stolz sei er darauf, gleich zwei neue Gewerbegebiete mit entwickeln haben zu können und sei gelungen, VW an den Deister zu holen. Dies seien Voraussetzungen für solide Finanzen.

Die Feuerwehren seien ihm besonders ans Herz gewachsen. Die Innenstadt müsse auch nach Corona lebendig bleiben, hier komme auch dem Stadtfest eine wichtige Rolle zu. Als Herausforderungen in seiner Amtszeit machte Lahmann den Zuzug von Flüchtlingen nach Barsinghausen und die Corona-Krise aus – beide seien gut bewältigt worden. Gern hätte er auch mehr Straßen im Stadtgebiet saniert, erst habe das Personal gefehlt und nun mangele es am Geld. Einen besonderen Dank richtete Lahmann an die Verwaltungsmitarbeiter, die Ehrenamtlichen in den Vereinen und Feuerwehren und nicht zuletzt an den Rat, auch wenn es hier nicht selten Streit gegeben habe. In politischer Hinsicht habe er noch in keiner Stadt zuvor so viel Konfrontationen erlebt, wie in Barsinghausen, hielt Lahmann nicht hinter dem Berg. Als Dank für sein langjähriges Wirken gab es Blumen und eine Grubenlampe sowie den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Während die HAG-Band „Taste of Rhythm“ die Feier gekonnt musikalisch umrahmte, würdigte Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, Lahmann als ganz besonderen Menschen. Er sei eine erfahrene Persönlichkeit, ein guter Jurist und habe sogar Spaß an rechtlichen Auseinandersetzungen. Als Beispiel nannte Arning die Klage Barsinghausens gegen der Regionale Raumordnungsprogramm der Region Hannover. Überhaupt hätten sich in den vergangenen Jahren die Ansprüche an das Bürgermeisteramt stark verändert. Es handele sich zwar um eine starke und machtvolle Wahlstelle, aber man müsse die Menschen auch mitnehmen, die Bereitschaft zur Aufopferung mitbringen, die Verwaltung führen können sowie glaubwürdig Haltung bewahren. Bei der Sanierung der städtischen Finanzen habe Lahmann zudem ausgesprochenes Durchhaltevermögen an den Tag gelegt, lobte Arning. Werner Backeberg, Bürgermeister von Uetze, hob die sehr aktive Rolle Lahmanns in der Runde der Bürgermeister in der Region hervor. Er sei ein Mensch mit klaren Positionen, aber auch Ecken und Kanten. Die Zusammenarbeit mit Lahmann sei stets konstruktiv und vertrauensvoll gewesen, so Backeberg, der Lahmann ein hohes Fachwissen und Sattelfestigkeit in der Sache attestierte. Von den versammelten Teilnehmern gab es wiederholt lauten Applaus. Dann bat Bürgermeister Henning Schünhof schließlich zum Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Foto: ta