Ortsfeuerwehr Groß Munzel wartet auch im Jubiläumsjahr auf den Bau des neuen Gerätehauses

Stadt führt Gespräche für infrage kommendes Grundstück / Offizielle Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges / Stellvertretender Ortsbrandmeister Carsten Gromball wiedergewählt und mit Landesfeuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet / Ehrungen und Beförderungen

Das Foto zeigt die Beförderten vor dem neuen Einsatzfahrzeug der Ortsfeuerwehr.

GROß MUNZEL (ta). Seit 2015 weist die Ortsfeuerwehr Groß Munzel schon darauf hin, dass ein neues Gerätehaus dringend benötigt wird, weil der vorhandene Platz im jetzigen Domizil schon lange nicht mehr ausreicht. Bis vor wenigen Jahren schien ein passendes Grundstück für einen Neubau auch schon gefunden, aber die Stadtverwaltung und die Stadtfeuerwehr mussten die Pläne noch einmal überdenken. „Wir nehmen die Situation inzwischen mit Humor, klar sei aber auch, dass zügig eine Lösung gefunden werden müsse“, betonte Ortsbrandmeister Dennis Schönfelder heute anlässlich der Jahreshauptversammlung.

Ebenfalls am heutigen Samstag wurde das neue Einsatzfahrzeug (HLF10) an die Ortsfeuerwehr übergeben. Das Fahrzeug wurde bereits im Herbst vergangenen Jahres ausgeliefert und nachdem sich die Aktiven mit dem Gefährt samt Technik vertraut gemacht hatten, hat sich die Neuanschaffung auch schon bestens in Einsätzen bewährt. In diesem Jahr folgt dann noch die Bereitstellung eines neuen Mannschaftstransportwagens. Da der dann aber nicht in die jetzige Fahrzeughalle passt, werde die Stadt einen Unterstand organisieren müssen, informierte der Erste Stadtrat, Stefan Zeidler. Die Verwaltung befinde sich in Gesprächen, um ein neues Feuerwehrhaus auf einem alternativen Gelände zu realisieren.

In seinem Bericht für die Jahre 2022 und 2023 wies Schönfelder darauf hin, dass man insgesamt 26 Neueintritte verzeichnet habe, so dass sich die Zahl der Mitglieder auf 356 erhöht habe. Erfreulich seien auch die Zuwächse bei der Jugendfeuerwehr, die Ende 2023 19 Mitglieder zählte. Auch die Mitgliederzahl der Kinderfeuerwehr hat sich stetig erhöht von 20 in 2022 auf 27 in 2023. Bewährt hat sich auch die vor fünf Jahren initiierte Gründung der „Alarmkids“, wo die ganz jungen Kinder im Alter von 0 bis sechs Jahren an die Feuerwehr spielerisch herangeführt werden. Darüber hinaus blickte Schönfelder auf 39 Einsätze in 2022 und auf 31 Einsätze, davon 13 Brandeinsätze, in 2023 zurück. Besonders stressig verlief der Hochwassereinsatz bei der örtlichen Grundschule ab Heiligabend, wo der Heizungskeller vollzulaufen drohte und bei dem andere Ortsfeuerwehren unterstützten. Darüber hinaus leistete der Löschzug verschiedene Ausbildungen sowie Übungen zu Bränden in der Natur, eine Löschbezirksübung und auch eine Brandübung mit dem ASB ab. Sehr ereignisreich sei auch das Stadtjugendfeuerwehrzelten auf dem Gelände des TSV Groß Munzel verlaufen. Dies gelte auch für das erste Osterfeuer beim Feuerwehrhaus, das aufgrund der positiven Erfahrung an selber Stelle wiederholt werden solle. Zudem blickte Schönfelder schon mal dem 31. August entgegen, denn dann wird die Ortsfeuerwehr ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Fest groß feiern.

Im Zuge der Wahlen wurde der stellvertretende Ortsbrandmeister, Carsten Gromball (2.v.li.), der von Stadtbrandmeister Sascha Krause ausdrücklich für seinen Einsatz gelobt wurde, für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Für seine Verdienste wurde Gromball zudem mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Wiedergewählt wurden auch Schriftführerin Hannah Heinze und Kassenwart Thorsten Lück.

Stadtrat Stefan Zeidler dankte für den ehrenamtlichen Einsatz in Groß Munzel und hob die sehr gute Kinder- und Jugendarbeit lobend hervor. Er kündigte zudem an, dass die Straßendecke der L 392 in diesem Jahr erneuert werde, was hoffentlich zu einer Minderung der Unfallzahlen führen werde. Außerdem bat er die Feuerwehrleute darum, sich bei eventuellen Übergriffen auf die Einsatzkräfte an die Stadtverwaltung zu wenden, damit diese Anzeige erstatten könne.

Sascha Krause wies in seinem Grußwort darauf hin, dass es wünschenswert wäre, wenn öffentliche Gebäude und mindestens die Stützpunktwehren mit AED-Geräten ausgerüstet würden. Den Feuerwehren fehlten hier leider die nötigen Finanzmittel im Budget.

Im Rahmen der Beförderungen wurden Uwe Pudewills zum 1. Hauptlöschmeister, Henk Bison zum Hauptlöschmeister, Christian Wildhage zum Oberlöschmeister, Stefan Ruhnke zum Hauptfeuerwehrmann, Nadine Knochenhauer zur Oberfeuerwehrfrau, Fabian Kuhlmann und Marc Gawert zu Oberfeuerwehrmännern sowie Benjamin Fircke, Tobias Lütje und Ralph Schlune zu Feuerwehrmännern befördert.

Von den aktiven Mitgliedern wurden Ingo Fricke und Peter Kriete für 40 Jahre und von den Fördernden Karl-Heinz Hagemann und Heinrich Rosemeyer für 40 Jahre in der Feuerwehr mit Urkunden ausgezeichnet. Anschließend fand noch die feierliche Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges statt.

Fotos: ta