Ortswehr fiebert dem Anbau an das Gerätehaus entgegen

Sascha Krause blickt auf außergewöhnliches Einsatzjahr zurück / Ehrungen / Brandanschläge lassen auch die Feuerwehr nicht kalt

IMG_9901GROßGOLTERN (ta). “So ein Jahr hatten wir in der Geschichte der Wehr noch nicht”, stellte Ortsbrandmeister Sascha Krause bei der heutigen Hauptversammlung der FFW Großgoltern fest und spielte dabei auf die beiden Toten bei der Brandkatastrophe Anfang 2015 an. Er dankte dem Kommando in diesem Zusammenhang ausdrücklich für den Zusammenhalt und lobte die gute Zusammenarbeit im Löschbezirk. Insgesamt musste die Wehr im vergangenen Jahr zu 13 Brandeinsätzen und sechs Hilfeleistungen ausrücken. Mit Vorfreude blickt man in Großgoltern derweil dem nahenden Anbau an das Gerätehaus an der Hauptstraße entgegen, für den seitens der Stadt 65.000 Euro eingeplant sind. Vorgenommen habe man sich zudem eine Belebung der Altersabteilung, so Krause. Der Stand der Feuerwehrmitglieder beträgt zurzeit stabile 278 Zugehörigkeiten, davon sind 39 Aktive (zwei mehr), 191 sind Fördernde, während der Altersabteilung und der Jugendwehr jeweils zehn und dem Musikzug 28 Mitglieder angehören. Im Rahmen der Grußworte ergriff auch der 1. Stadtrat, Georg Robra, das Wort. Die Vielfalt der Einsätze mache die Kompetenz des Kommandos deutlich, sagte er. Rat und Verwaltung seien für den geleisteten Dienst an der Stadtgesellschaft dankbar. Umso nötiger werde es, Werbung für die Feuerwehren zu machen. Angestrebtes Ziel sei, bis 2017 mehr Mitglieder im Stadtgebiet zu generieren. Mit einer unmissverständlichen Ansprache ging Robra aber auch auf die beiden Brandanschläge in der vergangenen Woche ein. “Vollidioten haben die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge angezündet und damit auch das Leben der Feuerwehrleute gefährdet.” Ein solches Verhalten lasse die Stadt nicht zu, so Robra und fragte: “was machen solche Vollidioten eigentlich in unserer Stadt.” Auch wenn einige eine geteilte Meinung zum Flüchtlingszuzg hätten, so könne man sich nicht vor der Aufnahme der ankommenden Menschen wegducken, betonte der 1. Stadtrat. Der stellvertretende Stadtbrandmeister, Henning Schünhof, meinte, die Anschläge seien ein mediales Desaster und beschämend für Barsinghausen, während Ratsherr Christian Röver seine Abscheu zum Ausdruck brachte, da die Täter auch den Tod von Menschen in Kauf genommen hätten. Wiedergewählt wurde Kassierer Wolfgang Krause. Geehrt wurden Norbert Hontzia (aktiv) für 25 Jahre und Otto Thüler (passiv) für 50 Jahre Mitgliedschaft. Nachgeholt wurden ferner die Ehrungen von Hans-Dieter Schaffer für 25 Jahre Mitgliedschaft sowie von Reinhard Geske, der für 50 Jahre Förderung der Musik mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde.

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IMG_9899Foto: ta