Pakete der Hoffnung: Johanniter-Weihnachtstrucker starten Sammelaktion

Die Hilfsaktion für Südosteuropa beginnt am 23. November

REGION HANNOVER (red). Es geht los: Am 23. November fällt der Startschuss für die bundesweite Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter. Die Johanniter in Niedersachsen und Bremen sammeln an mehr als 60 Standorten und Dienststellen Hilfspakete, die während der Weihnachtstage an bedürftige Kinder, Familien, Senioren und Menschen mit Behinderung in osteuropäischen Ländern verteilt werden. Die Johanniter rufen in der Vorweihnachtszeit Schulen, Kindergärten, Vereine und Unternehmen sowie Privatleute dazu auf, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen, in den Dienststellen der Hilfsorganisation und an weiteren Packstellen bis zum 16. Dezember abzugeben. Eine Liste aller Abgabestellen ist im Internet zu finden: www.johanniter.de/weihnachtstrucker. „In den Zielländern des Johanniter-Weihnachtruckers herrscht neben allem Fortschrittes auch viel Armut. Oft fehlt es Bedürftigen am Allernotwendigsten“, sagt Jan Klaassen, Projektleiter der Weihnachtstrucker des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen. „Die Pakete sind einerseits ein Stück Lebenshilfe und andererseits ein Zeichen der Solidarität. Ein Zeichen, dass wir die Armut von Menschen auch in Südosteuropa nicht vergessen“, so Klaassen. In diesem Jahr werden die Johanniter aus Niedersachsen/Bremen ihr Engagement erneut erweitern. „Die Johanniter aus den Ortsverbänden Stade und Wunstorf-Steinhuder Meer werden am 26. Dezember mit drei 26-Tonnern und drei Begleitfahrzeugen in Richtung Ukraine aufbrechen“, so Klaassen. „Wir werden in diesem Jahr eine dritte Station in der Ukraine anfahren.“ Neben den letztjährigen Zielen Schytomyr und Poltawa, komme noch die Stadt Iwano-Frankiws hinzu.

„Wir haben im vergangenen Jahr in Schytomyr und Poltawa gesehen, dass unsere Unterstützung notwendig ist“, sagt Klaassen. Deshalb gehen die Johanniter mit der Aktion Weihnachtstrucker und dem Thema Armut in Europa direkt in hiesige Kitas, Schulen und Unternehmen. Allein im vergangenen Jahr konnten bundesweit mehr als 57.000 Päckchen mit 45 Sattelschleppern in die Zielländer gebracht werden. „Die große Unterstützung, die wir erhalten, zeigt, dass unser Projekt den Teilnehmern die Armutssituation in Europa durchaus bewusstmacht. Vielen Menschen fehlt es einfach am Nötigsten. Beispielsweise ist der Bedarf an Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln groß“, sagt Klaassen. Die Johanniter aus Niedersachsen und Bremen starten am zweiten Weihnachtstag in die Ukraine. Gleichzeitig brechen weitere rund 100 ehrenamtliche Weihnachtstrucker aus Landshut in die Verteilgebiete nach Albanien, Bosnien, Bulgarien und Rumänien auf. Hunderte von Helfern an Johanniter-Standorten in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sind an der Aktion beteiligt. An zentralen Verteilstellen werden die Pakete mit Hilfe langjähriger Partnerorganisationen vor Ort von Johannitern möglichst persönlich an die Empfänger verteilt.

Auf die Packliste achten: Aus zollrechtlichen Gründen und damit die Menschen in den Zielländern gleiche Pakete erhalten, ist es notwendig, dass Paketpacker sich genau an die Packliste halten. Wer möchte, kann eine Karte mit einem persönlichen Weihnachtsgruß beilegen. Auch sollte ein möglichst stabiler Karton von geeigneter Größe ausgewählt werden. Nicht nur mit Paketen, auch mit Geldspenden können die Weihnachtstrucker unterstützt werden – für den Transport sowie für die Koordination des Projektes.

Spendenkonto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
IBAN: DE98 3702 0500 0004 3100 18; BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Weihnachtstrucker

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker oder auf der Facebook-Fanseite „JohanniterWeihnachtstrucker“.

Die Packliste: Ein Geschenk für Kinder (Malbuch oder -block, Malstifte), zwei kg Zucker, drei kg Mehl, ein kg Reis, ein kg Nudeln, zwei l Speiseöl in Plastikflaschen, drei Packungen Multivitamin-Brausetabletten, drei Packungen Kekse, fünf Tafeln Schokolade, 500 g Kakaogetränkepulver, zwei Duschgels, eine Handcreme, zwei Zahnbürsten und zwei Tuben Zahnpasta.

Über die Johanniter-Weihnachtstrucker: Während der Sammelaktion packen tausende Menschen in der Vorweihnachtszeit Hilfspakete für Bedürftige in Südosteuropa. Sie enthalten dringend benötigte Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und ein kleines Kinderspielzeug. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen ist 2019 das dritte Mal dabei. Im vergangenen Jahr sind bundesweit mehr als 57.000 Pakete gesammelt und mit insgesamt 45 Sattelschleppern nach Südosteuropa gebracht worden.

Foto: Johanniter