Planspiele für Skaterparcours gehen in neue Runde: Ausgang ungewiss

Am Tag der Stadtebauförderung am 13 Mai findet ein Workshop zur künftigen Gestaltung des Stadtteilparks statt

BARSINGHAUSEN (ta). Die Never-Ending-Story von der Gestaltung des künftigen Skaterplatzes im geplanten Stadtteilpark wird fortgeschrieben. Wann die jugendlichen Sportler dort allerdings endlich durch Halfpipes und über Hindernisse jetten können, ist weiter ungewiss. Wie Deister Echo Anfang des Jahres berichtete, hatte die Stadtverwaltung sehr zur Verwunderung der Skaterszene beim ehemaligen Bahlsen-Parkplatz eine ebene Asphaltdecke mit Teerbeschichtung etabiert. Eigentlich habe man einen für die Sportart modellierten Betonparcours gewünscht, nun müsse man wieder ganz von vorne planen, hatte der Sprecher der Skater, Torben Blum, kommentiert. Leider hätten vor den Untergrundsarbeiten wieder einmal keine Gespräche mit den Jugendlichen stattgefunden, monierte er im Januar. Insgesamt stehen für den Parcours 60.000 Euro zur Verfügung, davon sind 14.000 Euro schon in die Asphaltdecke geflossen. Fast fünf Monate später, beim „Tag der Städtebauförderung“ am 13. Mai, zu dem auch die Bürger eingeladen sind, soll nun ein Workshop mit den Skatern durchgeführt werden. Wieder einmal ein Workshop, denn von diesen hat es schon reichlich in den vergangenen Jahren gegeben. Zur Erinnerung: seit dem Umbau des Thies stehen die Skater in Barsinghausen ohne einen geeigneten Bereich zur Ausübung ihres Hobbys da. Schon früh hatten die Jugendlichen damals ihre Vorstellungen für einen zentralen Alternativstandort formuliert – ergebnislos.

Es folgte ein weiterer Workshop mit mobilen Rampen auf dem alten Bahlsen-Parkplatz im Jahr 2012 (siehe Foto). Nachdem die Politik dann auch noch mehrere Jahre gebraucht hatte, um zu klären, ob der Skateparcours lieber auf dem Abenteuerspielplatz „Klein Basche“ oder ,wie letztendlich entschieden, bei Bahlsen gebaut werden soll, sollte alles ganz schnell und stets in Absprache mit den Skatern und BMX-Fahrern realisiert werden. Vielleicht sollten einfach mal direkte Gespräche zwischen der Bauverwaltung und den Jugendlichen stattfinden. Denn, wer die Abläufe und Entscheidungsprozesse in Barsinghausen kennt, kann sich leicht ausmalen, wie viele Monate (oder Jahre) noch ins Land gehen, bis ein Skaterplatz nach einem erneuten Workshop wirklich umgesetzt wird.

Foto: ta