Post-Zustellstützpunkt in Bantorf ist fast komplett auf Elektroautos umgestiegen

BANTORF (red).

Bürgermeister Marc Lahmann im Gespräch mit Heiko Ziegert, stellvertretender Betriebsleiter (links) und Stephan Siekmann, Regionaler Politikbeauftragter der Deutschen Post (Mitte).

Vor wenigen Wochen ist der Zustellstützpunkt der Deutschen Post in Bantorf mit 24 sogenannten Streetscootern ausgestattet worden. Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann nahm dies zum Anlass, um dem dortigen Standort des Logistik-Unternehmens einen Besuch abzustatten. Der Verwaltungschef zeigte sich dabei beeindruckt von dem Fortschritt der Flottenumrüstung auf strombetriebene Fahrzeuge. Nach Angaben von Stephan Siekmann, Regionaler Politikbeauftragter der Deutschen Post, ist somit fast der gesamte Fuhrpark des Zustellstützpunktes auf Elektroautos umgestellt worden. Pro Woche befördern die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bantorfer Standortes rund 100.000 Briefe und etwa 10.000 Pakete zu den Empfängerinnen und Empfängern in den 26 Bezirken des Stadtgebietes. In wenigen Wochen werden die Mengen nach Einschätzung von Stephan Siekmann jedoch deutlich ansteigen. „Anfang Oktober beginnt bei uns das Weihnachtsgeschäft“, blickt er voraus. Dann herrsche auf dem Hof an der Laverastraße Hochbetrieb. „Wir rechnen in der Spitze sogar mit einer Verdreifachung der Sendungszahlen.“ Nach Ansicht Siekmanns ist ein grundlegender Wandel bei der Deutschen Post im Speziellen und in der Zustell-Branche im Allgemeinen festzustellen: „Die Zahl der Briefe nimmt pro Jahr zwischen drei und fünf Prozent ab. Bei den Paketen haben wir hingegen seit Jahren zweistellige Wachstumsraten.“ Für die kommenden Jahre rechnet er mit einem jährlichen Anstieg des Paketaufkommens zwischen zehn und 15 Prozent. Nach Ansicht des Regionalen Politikbeauftragten wird dieser Trend auf absehbare Zeit auch anhalten. „Das Hauptaugenmerk liegt mittlerweile auf den Paketen.“ Angesichts dieser Menge ist die Umrüstung der Flotte auf Elektrofahrzeuge für Bürgermeister Marc Lahmann ein wichtiger Beitrag des Unternehmens in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Der Verwaltungschef verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass bei einem großangelegten Austausch von Fahrzeugen allerdings sehr unterschiedliche Ansprüche berücksichtigt werden müssen. „Das Beispiel der Deutschen Post in Bantorf macht deutlich, wie viele Aspekte im Auge behalten werden müssen, um die Einsatzbereitschaft eines Betriebes sicherzustellen.“ Dem Unternehmen sei es auf imponierende Weise gelungen, diese Herausforderung zu meistern. Der Regionale Politikbeauftragte verwies in diesem Zusammenhang auf die umfangreichen Vorbereitungen im Vorfeld des Fahrzeugaustauschs, die bereits im vergangenen Jahr in Angriff genommen worden seien. „Unser Ziel ist es, bis 2050 Pakete vollständig CO²-frei zuzustellen.“ Das Logistik-Unternehmen war vor rund drei Jahren aus den Gebäuden an der Poststraße ausgezogen und hatte seinen neuen Standort in Bantorf bezogen. Dieser Schritt hat nach Aussage von Stephan Siekmann für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlreiche Vereinfachungen gebracht. „Früher mussten die Sendungen über Fahrstühle in das erste Obergeschoss befördert werden. Sie wurden dort dann sortiert und später wieder mit den Fahrstühlen ins Erdgeschoss gebracht“, erzählt der Regionale Politikbeauftragte. Am neuen Standort entfalle diese umständliche Beförderung jetzt. „Der Umzug hat auch in vielen anderen Bereichen für Vereinfachungen und Entlastungen gesorgt“, betont er.

Foto: Stadt