Ratsfraktionen stehen einem Erhalt der Friedhofskapelle offen bis wohlwollend gegenüber

Auch alternative Nutzungsvaianten sollen geprüft werden

BARSINGHAUSEN (ta). Privat hatte Hannelore Owens zusammen mit ihren Mitstreitern insgesamt 649 Unterschriften für den Erhalt der alten Kapelle auf dem Osterfeld-Friedhof gesammelt. Nun ist die öffentliche Hand, sprich die Stadt, gefragt, wie sie mit dem Thema umgeht, denn eigentlich war im Zuge der inzwischen erfolgten Haushaltskonsolidierung der Abriss des Gebäudes geplant. Aus diesem Grund hatte die Wählergemeinschaft „Aktiv für Barsinghausen“ im gestrigen Finanzausschuss einen Antrag auf Aussetzung des Beschlusses auf die Tagesordnung gebracht. Mittels eines Gutachtens sollten die Sanierungskosten ermittelt werden, erklärte AFB-Ratsfrau Kerstin Beckmann. Zudem sollte die alternative Nutzung der Kapelle als Kolumbarium geprüft werden. Auch die SPD habe sich schon vor einem Jahr für einen Erhalt der Kapelle ausgesprochen, machte Parteivorsitzender Reinhard Dobelmann deutlich, man sei offen für verschiedene Nutzungsvarianten. Bernd Gronenberg regte an, dass zunächst kurzfristig die in der Kapelle integrierte Toilettenanlage in Schuss gebracht werden sollte. Darüber hinaus müsse die Verwaltung untersuchen, wie man die Sanierung und den Betrieb der Kapelle bewerkstelligen könne, ohne dass dies zu einer Anhebung der Friedhofsgebühren führe. Auch CDU-Vorsitzender Gerald Schroth machte deutlich, es gelte nun, weitere Ideen für das Gebäude zu sammeln.

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