Ratsmehrheit will nur einen Fahrradschutzstreifen auf der Hauptstraße

Wird sich die Stadt als untere Verkehrsbehörde gegen die Region als obere Verkehrsbehörde durchsetzen?

GROß-/NORDGOLTERN (ta). Nach den Sanierungsplänen der Region Hannover für die Ortsdurchfahrt in Nord- und Großgoltern (Hauptstraße) sind eigentlich mit der Fertigstellung die Etablierung von zwei Fahrradschutzstreifen auf beiden Straßenseiten vorgesehen. Nach einer Begutachtung mit dem ADFC hatte sich die SPD schon im vergangenen Sommer für lediglich einen Schutzstreifen auf der östlichen Straßenseite ausgesprochen. Zwei Streifen würden die Fahrbahn zu sehr verengen und zudem zu fehlenden Parkflächen führen, begründete SPD-Ratsherr Stephan Täger einen entsprechenden Antrag der eigenen Fraktion. Die CDU unterstütze den Antrag, erklärte Regionsabgeordneter und Ratsherr Roland Zieseniß, allerdings werde sich wohl der zuständige Fachdienst der Region eher quer stellen und wohl aufgrund des Verkehrsaufkommens auf zwei Streifen bestehen. Bürgermeister Marc Lahmann betonte seine generelle Ablehnung der Fahrradschutzstreifen, denn diese würden in der Praxis die Radfahrer eher zusätzlich gefährden. Anders sieht das die Fraktion „Aktiv für Barsinghausen“ (AFB). Hier gehe es um den Schutz von schwächeren Verkehrsteilnehmern, daher seien zwei Streifen sinnvoll, so Kerstin Beckmann. Gar keinen Streifen bis zur Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses von Groß- und Nordgoltern möchte am liebsten der stellvertretende Stadtbrandmeister, Henning Schünhof, sehen. Oder der Straßenbereich vor dem künftigen Baugelände sollte aus den Planungen herausgenommen werden, forderte er. Letztendlich stimmte nur die AFB-Fraktion gegen den SPD-Antrag, so dass von der Stadt nun die Weisung an die Region Hannover geht, dass nur ein Schutzstreifen auf die Hauptstraße aufgebracht werden soll.

Foto: ta-Archiv