Recken fahren ungefährdeten Sieg gegen Balingen ein

HANNOVER-BURGDORF (red).

Es war ein Pflichtsieg aber nicht mehr. Der TSV Hannover Burgdorf genügte am Donnerstag eine durchschnittliche Leistung zu einem ungefährdeten 35:26 (13:10)-Sieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten. „Es war nach der Länderspielpause eine schmutzige Aufgabe. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Aber wir haben unseren Job gemacht und irgendwann bricht Balingen“, sagte Recken-Spielmacher Marian Michalczik. Die 4773 Fans in der ZAG-Arena durften sich nach dem Tor von Ilja Brozovic bereits nach 30 Sekunden setzen, mehr Grund zum Jubeln gab es zunächst aber nicht. Bei Hannover wenig. Schlechte Wurfentscheidungen, viele technische Fehler und keine Aggressivität in der Abwehr. Nach acht Minuten unterbrach Trainer Christian das Trauerspiel beim Stand von 2:6 für die erste Auszeit. Es dauerte bis zur 13. Minute, ehe Vincent Büchner den ersten schönen Spielzug mit dem 4:7 abschloss. Die Abwehr legte dann zu und bei den Gästen häuften sich die Fehler. Erneut Büchner verkürzte nach einer Viertelstunde im Gegenstoß zum 7:8 (16.). Jetzt hatte HBW-Trainer Jens Bürkle Gesprächsbedarf mit seiner Mannschaft. Der fehlten aber weiter die Ideen, so dass die immer noch wenig überzeugenden Recken durch Brozovic nach 20 Minuten beim 9:8 das erste Mal in Führung gingen.

Das Niveau der Partie blieb überschaubar. Immerhin machte der eingewechselte Torhüter Dario Quenstedt zwei freie Chancen zunichte und Adam Nyfjäll erhöhte per Doppelpack zum 13:10-Pausenstand. Die Recken hätten höher führen können oder sogar müssen – unter anderem wurden zwei Gegenstöße vergeben – verdient wäre das aber nicht gewesen. Der Start in Durchgang zwei gehörte wieder dem Tabellenletzten: Nach lediglich zwei Minuten war das kleine Polster beim 14:13 fast wieder dahin. Immerhin lief der Ball jetzt flüssiger. Kapitän Marius Steinhauser nutzte seine ersten Wurfchance zum 16:14 (34.). Der Vortrag seiner Mannschaft gefiel Prokop trotzdem nicht und beim 20:18 (41.) unterbrach er das zweite Mal für 60 Sekunden. Das zeigte Wirkung, denn seine Mannschaft zeigte danach endlich das, was der Anspruch eines Euro League Teilnehmers sein muss. Jonathan Edvardsson erhöhte auf 28:22 (52.) und sorgte damit endlich für Stimmung auf den Rängen. In der Schlussphase wurden die Fans für ein lange recht zähes Spiel noch mit Toren entschädigt.

Bericht: Uwe Serreck