Regiobus stellt Fahrpläne um und kündigt einem Subunternehmen fristlos

REGION/BARSINGHAUSEN (red).

Bei regiobus kommt es ab dem heutigen Samstag zu umfassenden Fahrplanänderungen. Hintergrund sind die seit Monaten anhaltenden Probleme mit einzelnen Subunternehmern, die für die regiobus tätig sind. Zur Einordnung: Etwa ein Drittel der Leistungen im Buslinienverkehr der regiobus werden durch Subunternehmer erbracht. Eine umfassende, rechtlich erforderliche Ausschreibung Mitte letzten Jahres wurde mit der Vergabe an insgesamt 5 Subunternehmen zum Fahrplanwechsel Ende 2021 abgeschlossen. Im Rahmen des Verfahrens hatte die regiobus in Summe 12 sogenannte Lose bzw. Leistungspakete  vergeben.

Seit Anfang des Jahres war es immer wieder zu teilweise massiven Fahrtausfällen gekommen. In den letzten Wochen konzentrierten sich die Probleme auf zwei Subunternehmen. Neben dem allgemeinen Ausfall von Fahrten waren noch weitere Mängel festzustellen wie z.B. der Einsatz von Fahrzeugen, die bezüglich der Ausstattung nicht den vertraglichen Anforderungen entsprachen bzw. der Einsatz nicht ausreichender Fahrzeuggrößen, mangelnde Ortskenntnisse des Fahrpersonals oder unzureichende Linienbeschilderungen. Verstöße gegen die vertraglich vereinbarten Leistungen wurden seitens der regiobus mittels verschiedener Maßnahmen und Eskalationsstufen geahndet.

„Im jetzt vorliegenden Fall kündigen wir einem Subunternehmer ein Leistungspaket – und zwar fristlos“, erklärt regiobus Geschäftsführerin Denise Hain. „Die aufgelaufenen Mängel sind nicht mehr hinnehmbar. Hier ist ganz klar eine Grenze überschritten worden“, so Hain. Bei der regiobus hatten sich in den letzten Monaten Beschwerden von Fahrgästen gehäuft. Zu Ausfällen war es insbesondere im sensiblen Bereich des Schülerverkehrs in einigen Umlandkommunen gekommen. „Für alle Betroffenen, ob Schüler, Eltern oder Lehrer war dies eine unerträgliche Situation, für die wir um Verständnis und Entschuldigung bitten“, betont Denise Hain. Aufgrund der Dimension lässt sich die Fahrleistung des betreffenden Subunternehmens nicht ad hoc ersetzen. „Wir versuchen natürlich schnellstmöglich neue verlässliche Partner zu finden. Aufgrund des Fachkräftemangels, der auch die Verkehrsbranche längst erfasst hat, wird dies einige Wochen in Anspruch nehmen“, so Hain.

Die regiobus wird deshalb ab dem heutigen Samstag einen geänderten Fahrplan in Kraft treten lassen. Um den Schülerverkehr nach den Herbstferien verbindlich durchführen zu können, wird es anderen Stellen zu Taktentlastungen kommen. Betroffen davon sind u.a. die regiobus sprintH Linien 300 (Pattensen – Hannover) und  500 (Gehrden – Hannover). Zwischen Montag und Freitag (6.00 bis 19.00 Uhr) und  Samstag (11.00 bis 20.00 Uhr) enden die beiden Linien auf jeder 2. Fahrt an der Halltestelle Wallensteinstraße (300) bzw. in Wettbergen (500). Weitere Kürzungen bzw. der Wegfall einzelner Fahrten ist für die Linien  365, 510, 520, 522, 532, 534, 540, 560, 561, 562, 570, 574, 580, 701, 715, 760 und 780 geplant. Alle Änderungen gelten zunächst bis zum 31. Oktober. Nach den Herbstferien, ab dem 1. November, wird es weitere Fahrplananpassungen geben, die rechtzeitig kommuniziert werden. Die regiobus bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für diese umfassenden, aber notwendigen Maßnahmen.

Alle geänderten Fahrpläne finden Sie nachfolgend: