Reichlich Erfahrung im Tennisarm: Munzeler Herren 60 winkt der Aufstieg in die Verbandsklasse

Ein Punkt im Spitzenspiel gegen Leveste würde reichen

Fair und Fit: Siegfried Müller (v.li.), Hans-Joachim Winkler, Bernd Maaß, Gunter Peschke, Dieter Rodeck und Günther Hartmann

GROß MUNZEL (red). Jetzt steht für die bisher ungeschlagenen Munzeler Tennis-Mannen um „Siggi“ Müller das angestrebte Calenberger Finale am 11. Aug. gegen das Team vom TV Jahn Leveste an. Damit taucht dieses Team erstmals in den Tennisberichten hiesiger Medien auf, obwohl seine Bezirksliga-Qualität seit geraumer Zeit in dieser Altersklasse mit 63 – 73 Jahren bereits aufmerken ließ. Das Ergebnis von 4:2 gegen den SV Engern sieht deutlich aus, verlangte den Munzeler Mannen jedoch bei gegebenen Temperaturen mehr Laufarbeit ab als diese ihnen lieb war. Unter dem sonnen-schützenden Laubdach neben den Spielfeldern konnten zahlreiche Zuschauer/innen die heißen Linienduelle bewundern, kritisieren und auch feiern. Zudem wurde gespürt, dass trotz aller Rivalität auf dem Platz bei allen Spielern – auch bei strittigen Bällen – immer noch ein Lächeln für den Gegenspieler möglich war. Fair und fein – wie auch gegen die bisherigen Liga-Teams der Gruppe 583 aus Nienburg, Wunstorf, Landesbergen und Bissendorf. Und bald geht’s am 11. August zum Mühlenteich nach Leveste. „Uns könnte damit in Leveste ein Punkt für den Aufstieg in die Verbandsklasse reichen“ resümiert Mannschaftsführer Siegfried Müller. Für ihn selbst schien gegen Ewald Marks das Spiel erst zum Match-Tiebreak hin trotz brütender Hitze wichtig zu werden. Letztendlich dominierte sein Siegeswille: 6:7 / 6:2 / 10:8. Hans-Joachim Winkler brillierte mit seiner stoischen Ruhe, den unterschnittenen Bällen sowie der Raumklugheit mit 7:5 / 6:3 gegen den ehemaligen Liga-Fußballer Dieter Brachvogel. Bernd Maaß, an 3. Position der Punktegarant des Teams ließ mit Spielauffassung und -fertigkeit gegen Rolf Draeger bei seinem 6:0 / 6:1 nichts anbrennen. Gunter Peschke vermochte es nicht, seine ungeliebte Vorhand durch mehr Laufarbeit gegen den Routinier Bernd Koke auszugleichen und blieb ohne Entwicklungschancen: 0:6  / 1:6. Beim Match-Punktestand von 3:1 nach den Einzeln machte das “MM“-Doppel Müller/Maaß mit einem 6:1 / 6:3 alles klar. Die beiden „handfesten“ Landringhäuser im Team (Günther Hartmann, Dieter Rodeck) lieferten gegen Draeger/Thoke ein tolles Match (4:6 / 6:4), verrissen jedoch im Match-Tiebreak mindestens 4 Bälle, um die ihre Gegner dann besser waren. Dieter Brachvogel vom SV Engern meinte in Anerkennung des Gesamt-Ergebnisses von 4 : 2 für den TSV Groß Munzel, dass  da im Endspiel „leichte Vorteile gegenüber Leveste wären“. Natürlich hatte der Chefkoch der heimischen Mannen, Günther Hartmann, seine Pfannen für eine Köstlichkeit vorbereitet, die beide Teams in ein heiteres Miteinander begleitete und bis weit in die Abendstunden hinein auf der Anlage verweilen ließ.

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