Rund 2.800 Unterschriften für den Erhalt des Wertstoffhofs übergeben

BARSINGHAUSEN (red).

V.li.: Rosemarie Struß, Dagmar Täger und Frank Plorin übergeben die Unterschriften an Bürgermeister Henning Schünhof.

Mit einer öffentlichen Übergabe auf dem Thie ist die erste Phase der Unterschriftenaktion zum Erhalt des Labora-Wertstoffhofs in Barsinghausen abgeschlossen worden. Die Initiatorinnen und Initiatoren Rosemarie Struß, Dagmar Täger und Frank Plorin überreichten Bürgermeister Henning Schünhof rund 2.800 Unterschriften, die innerhalb von vier Wochen gesammelt worden waren. Die Petition war am 1. Juni gestartet. Rund die Hälfte der Unterstützungsbekundungen wurde online über OpenPetition abgegeben, die andere Hälfte auf Unterschriftenlisten, die unter anderem auf dem Wertstoffhof, im Sozialen Kaufhaus, bei Veranstaltungen der Kulturfabrik Krawatte sowie bei weiteren Unterstützern auslagen.

„Die große Resonanz zeigt deutlich, dass Barsinghausen einen Wertstoffhof der kurzen Wege braucht“, erklärten die Initiatorinnen und Initiatoren. Ihr Ziel ist es, den bestehenden Wertstoffhof so lange zu erhalten, bis die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) ein neues Wertstoffhofkonzept umgesetzt und einen modernen Ersatzstandort in Barsinghausen geschaffen hat. Sie befürchten, dass eine Schließung zu längeren Anfahrtswegen, höheren Emissionen und einer Verschlechterung der Entsorgungsmöglichkeiten für die Bevölkerung führen würde. Bürgermeister Henning Schünhof würdigte das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und kündigte an, das Anliegen weiterhin gegenüber der Region Hannover und aha zu vertreten. Zugleich kritisierte er, dass die Stadt erneut gefordert sei, sich für Aufgaben einzusetzen, die in die Zuständigkeit anderer Institutionen fielen. Die große Zahl der Unterschriften sei ein starkes Signal und ein wichtiges Argument, um den Wunsch der Barsinghäuser Bevölkerung nach dem Erhalt eines Wertstoffhofs deutlich zu machen.

Nach Angaben des Bürgermeisters wurden der Geschäftsführung von aha bereits zwei alternative Standorte in Barsinghausen vorgeschlagen. Der derzeitige Standort werde von aha insbesondere aus arbeitsrechtlichen und sicherheitstechnischen Gründen als problematisch bewertet. Über die Zukunft des Wertstoffhofs entscheidet jedoch nicht die Stadt Barsinghausen, sondern die zuständigen Gremien der Region Hannover beziehungsweise der Zweckverband aha. Für die Initiatorinnen und Initiatoren ist die Übergabe der Unterschriften erst der Anfang. Sie wollen die Listen nun auch den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern der Region Hannover überreichen und sich weiterhin für den Erhalt eines wohnortnahen Wertstoffhofs einsetzen. Die hohe Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer sehen sie als deutliches Zeichen dafür, dass das Thema viele Menschen in Barsinghausen bewegt.

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