Schüler setzen sich für mehr Mülltrennung an Barsinghäuser Grundschulen ein

BARSINGHAUSEN-ORTSTEILE (red).

Die sechs Klassensprecherinnen und Klassensprecher des vierten Jahrgangs der Wilhelm-Stedler-Schule haben Bürgermeister Henning Schünhof zahlreiche Briefe übergeben, in denen sie und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf das Thema Mülltrennung aufmerksam machen. „Wir selbst trennen in den Klassenräumen unseren Abfall sehr gründlich“, erklärte Thea im Rathaus. „Doch leider gibt es an den Grundschulen in Barsinghausen keine Tonnen oder Container für den Grünen Punkt, sodass dann wieder alles im Restmüll landet“, ergänzte die Viertklässlerin. Gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Felix, Celine, Eike, Jonte und Melinke ist sie deshalb im Rathaus an der Bergamtstraße zu Gast gewesen. Die sechssetzen sich mit den anderen Mädchen und Jungen der Barsinghäuser Grundschulen dafür ein, dass an ihren Schulen künftig Tonnen oder Container für den Grünen-Punkt-Müll aufgestellt werden. Entstanden ist die Idee mit den Briefen an den Bürgermeister in der schulübergreifenden Fachgruppe „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Daran beteiligen sich nach Angaben von WSS-Lehrerin Cathrina-Marieke de Riese alle Barsinghäuser Grundschulen. Ihren Worten zufolge sollen der ersten gemeinsamen Aktion noch viele weitere Folgen. Zugleich soll auch der Kontakt der Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich untereinander ausgebaut werden.

„Wir haben das Problem bereits erkannt und zu dem zuständigen Entsorger Kontakt aufgenommen. In den kommenden Wochen sollen die Müllbehälter an die Schulen im Stadtgebiet ausgeliefert werden“, erklärte der Verwaltungschef postwendend. Zugleich bedankte er sich bei den Viertklässlerinnen und Viertklässlern für ihren vorbildlichen Einsatz in Sachen Umweltschutz und bewusstem Umgang mit Ressourcen. Auch beim Besuch der Sternsinger, die ihn wenige Tage zuvor besucht und Spenden für Umweltschutzprojekte am Amazonas gesammelt hätten, haben diese Themen im Mittelpunkt gestanden. „Es ist wichtig, dass ihr euch auch in Zukunft für den Schutz der Natur und des Klimas einsetzt“, ermunterte Henning Schünhof die sechs Mädchen und Jungen. Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der WSS wollen sich auch in Zukunft verstärkt den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zuwenden. So sind laut Lehrerin Cathrina-Marieke de Riese dazu unter anderem Projekttage geplant. Denkbar seien wie an anderen Schulen sogar ganze Projektwochen, die sich beispielsweise mit Ideen zur Müllvermeidung und dem schonenden Umgang mit Ressourcen beschäftigen.

Foto: Stadt