Seltener Schwarzstorch kann sich beim Nisten über Unterstützung freuen

REGION (red).

„Der seltene Schwarzstorch hat sich in den vergangenen Jahren auch in den Niedersächsischen Landesforsten wieder etabliert“ sagt Heiko Brede, Förster für Waldökologie des Forstamtes Saupark. Verbreitet ist der dunkle Verwandte des Weißstorchs vor allem in den südlichen und östlichen Landesteilen Niedersachsens. Dort findet er die von ihm bevorzugten großen Waldgebiete und reichlich Nahrung in naturnahen Bächen. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts galt der Schwarzstorch in Niedersachsen als nahezu ausgestorben. Seither hat sich der Bestand stabilisiert. Dazu trägt auch der Bau von Nisthilfen bei. In diesem Jahr wurde im Bereich des Forstamtes wieder ein künstliches Nest auf einer alten Buche errichtet. „Der Bau von Nestplattformen hat sich als hocheffizientes Mittel erwiesen, den Ansiedlungsort zu steuern und den Bruterfolg der Schwarzstörche noch besser zu sichern.“ sagt Brede.

In 15 Metern Höhe bastelt Baumkletterer Thomas Henjes einen künstlichen Horst für den heimlichen Waldbewohner zusammen. Auf die Unterkonstruktion aus zwei starken Holmen bringt er sechs Sprossen als Unterlage für den eigentlichen Horst an. Auf diese Plattform kommen mehrere Lagen groben und feinen Reisigs.  Das Polster für die Brut bilden Moos und Gras. „Also Material, das der Storch natürlicherweise im Wald findet“, erläutert Brede. „Er bewohnt vorrangig alte, ruhige Wälder mit ausreichenden Feuchtbereichen zur Nahrungssuche. Das alles findet er hier im Bereich des Forstamtes“ so Brede. Jetzt wird er nach seiner Überwinterung in Afrika sehnlich zurückerwartet.

Foto: Niedersächsische Landesforsten