Siedlergemeinschaft Hohenbostel genießt einen Tagesausflug zum Heidegarten und zur Iserhatsche

HOHENBOSTEL (red).

„Am vergangenen Donnerstag fuhren wir mit dem Bus in die Heide. Die Anmeldungen waren kurios. Wir hatten erst einen 24-iger Bus bestellt. Dann meldeten sich aber 39 Personen an und es musste ein großer Bus genommen werden. Natürlich wurde alles geändert. Unser erstes Ziel war der Heidegarten in Schneverdingen. Die Heide stand in voller Blüte. Die Blütezeit lag ca. 2 Wochen früher als in den letzten Jahren. So war es auch im Heidegarten. Auch hier blühten viele Sorten schon. Denn hier gibt es weit über 200 verschiedene Sorten von Heidepflanzen und sie blühen zu unterschiedlichen Zeiten.

So kann man jederzeit in den Heidegarten fahren, denn es blüht immer etwas. Man wird auf dem Rundweg, durch den Heidegarten, die unterschiedlichsten Sorten erkennen. Die lustigste und angeblich die schönste Sorte heißt „Graf Dracular“. Sehr sehenswert sind auch seltene Heidesorten, wie z.B. die Baumheide, die bis zu zwei Meter hoch werden kann. Vom Parkplatz kommt man gleich zur Aussichtsplattform. Von hier hat man einen sehr guten Überblick über den Heidegarten und kann schöne Fotos machen. Anschließend hatten wir einen kurzen Aufenthalt im Schafstall.

Weiter ging es zum „Verrückten Haus“ nach Bispingen. Das Haus steht auf dem Kopf und man sieht die Welt anders herum. Auch die gesamte Einrichtung, wie Stühle, Tische, WC, Badewanne, Lampen, Schränke, Bilder, einfach alles hängt an der Decke, dem eigentlichen Fußboden. Das Haus hat zusätzlich eine Neigung von 5 – 6 Grad in der Längs- und Querachse.

Dadurch wird der Gleichgewichtssinn gehörig durcheinandergebracht. Selbst der Weg zum Haus und um das Haus ist schräg gepflastert. Auch hier hatten wir einen kurzen Aufenthalt. Er reichte zum Kaffeetrinken und Currywurst.

Dann kam das Highlight der Fahrt. Wir besuchten die Iserhatsche. Hier hatten wir eine Führung gebucht. Die Iserhatsche ist im Ursprung eine Jagdvilla. Sie wurde erheblich umgebaut und weiterentwickelt. Sie ist heute eine Art „Museum“ mit über 100 Sammelstücken. Eine Besonderheit ist der eingebaute Vulkan, den man durch eine elektrische Schaltung betätigen kann. Das interessanteste Bauwerk ist der „Montagnetto“. Es handelt sich hierbei um eine Miniaturdarstellung eines kleinen Schlosses im italienischen Stil.

Hier findet man auch die größte Bierflaschensammlung mit ca. 28.000 Bierflaschen (alle voll), Kronkorkensammlung, Streichholzschachtel-, Fingerhutsammlung und vieles mehr. Auch konnten wir die Privaträume besichtigen, die sind ebenfalls mit Sammelstücken überfüllt. Im Garten waren über 30 Stahlskulpturen ausgestellt. Hervorgestochen hat der „Eisenbaum“ mit den Glocken. Wir waren von der Vielfalt überwältigt.

Wir hatten die letzte Führung und nach uns wurde abgeschlossen. Am Bus merkten wir, dass eine Person fehlte. Die Person war im Bierkeller eingeschlossen und wir mussten erst die Leute mit dem Schlüssel suchen. Das war die Gaudi des Tages. Somit war die Fahrt sehr lustig und alle waren begeistert und zufrieden. Es war nach Meinung der Gäste eine der schönsten Fahrten.“

Fotos: privat