Sozialverband fordert ein Ende des “Impfchaos” und feste Termine

NIEDERSACHSEN (red).

In Niedersachsen setzen sich die Probleme bei der Vergabe von Impfterminen fort – die Hotline ist immer noch schwer zu erreichen, oftmals sind die Leitungen von Anfang an besetzt. Bei den über 80-Jährigen wachsen Unsicherheit und Verärgerung über das bisherige Vorgehen der Landesregierung. Deshalb fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen ein geändertes Verfahren. Überlastete Telefonleitungen und nicht erreichbare Server – obwohl mit einem großen Ansturm gerechnet werden konnte, haben die landesweiten Kommunikationskanäle auch zu Beginn der neuen Woche den Anrufen nicht standgehalten. Das Ergebnis: Viele über 80-Jährige warten noch immer auf eine Möglichkeit, einen Impftermin zu vereinbaren. Deshalb fordert der SoVD in Niedersachsen die Landesregierung jetzt auf, bei der Terminvergabe nachzusteuern. „Das Impfchaos muss endlich ein Ende haben. Offensichtlich ist es dem Land nicht möglich, verlässliche Kommunikationskanäle anzubieten“, kritisiert SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke. Aus Sicht des größten Sozialverbandes in Niedersachsen müssten sowohl die Hotline als auch das Online-Portal eingestellt werden. „Um endlich Struktur in das Vorgehen zu bringen, wäre es viel sinnvoller, die über 80-Jährigen mit einem festen Termin zu versorgen und ihn diesen per Post mitzuteilen“, so Swinke weiter. Am heutigen Montag hat der SoVD ein eigenes Service-Telefon geschaltet, bei dem Mitglieder anrufen und sich rund um das Thema Corona-Impfung informieren können. „Die zahlreichen Anrufe zeigen eine große Unzufriedenheit mit der bisherigen Terminvergabe. So kann es auf keinen Fall weitergehen – wir erleben fast nur wütende Anruferinnen und Anrufer“, betont der Geschäftsführer. Offensichtlich sei das Land mit der Koordinierung überfordert: „Besser ist es, das Ganze an die Kommunen abzugeben, die dann direkt Termine bei ihren Impfzentren machen.“