Sozialverband kritisiert AfD-Vorschlag: „Schlag ins Gesicht für alle Kinder mit Behinderung“

„Inklusion ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar“

REGION/LAND (red). Mit Empörung hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen auf den Vorschlag der AfD reagiert, die Inklusion zu stoppen und alle bisherigen Schritte wieder zurückzuführen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Kinder mit Behinderung. Sie haben ein Recht auf inklusive Bildung“, sagt Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen. Offensichtlich habe die AfD nicht verstanden, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland geltendes Recht sei und zwingend umgesetzt werden müsse. Sie sieht unter anderem vor, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. „Inklusion ist damit ein Menschenrecht und nicht verhandelbar“, so Sackarendt weiter. Es sei ermüdend, dass darüber immer noch diskutiert werde, anstatt sich einer zügigen Umsetzung zu widmen. Dass dabei Geld effizienter eingesetzt werden kann, habe bereits ein Bericht des Landesrechnungshofes im vergangenen Jahr gezeigt. „Man würde schon viel sparen, wenn das Nebeneinander von Förder- und Regelschulen endlich beendet werden würde“, betont der SoVD-Chef. Der Vorschlag der AfD, das Geld für die Inklusion komplett aus dem Etat der Landesregierung zu streichen, zeige hingegen, welchen Stellenwert Menschen mit Behinderung in der Parteipolitik haben.