Sportring Barsinghausen zeichnet die Sportler des Jahres mit feierlicher Ehrung aus

Ina Wildhagen mehrfach ausgezeichnet / Siegfried Lehmann bekommt Standing Ovations

BARSINGHAUSEN (ta). Mit knapp 200 geladenen Gästen hat der Sportring Barsinghausen heute im Schulzentrum die Sportler des Jahres 2023 geehrt und gebührend gefeiert. Zu den Vorschlägen waren über 10.000 Abstimmungen eingegangen. In seiner Begrüßung betonte der Vorsitzende des Sportrings, Berthold Kuban, Barsinghausen könne stolz sein, dass man eine solche Ehrungsveranstaltung vorweisen könne. Zudem bedankte er sich beim Rat für die finanziell unterstützende Sportförderung, die für Top-Leistungen natürlich auch gebraucht werde.

Und Bürgermeister Henning Schünhof freute sich in seinem Grußwort, dass die Veranstaltung sehr gut die Vielfalt der Sportarten in den Barsinghäuser Vereinen repräsentiere.

Los ging der Ehrungsreigen mit den weiblichen Erwachsenen. Hier konnte Triathletin Ina Wildhagen die meisten Stimmen auf sich vereinen und sich somit über Platz 1 freuen. Die Sportlerin vom TSV Barsinghausen hatte beim Ironman in Hamburg den 14. Platz belegt und gehörte anschließend beim legendären Ironman auf Hawaii zu den Finishern. Triathlon empfinde sie keineswegs als Qual, vielmehr habe sie Spaß an den unterschiedlichen Disziplinen. Auf Platz 2 schaffte es Line Dancerin Dagmar Raddatz vom TSV Goltern, die jeweils mit ersten Plätzen bei der Weltmeisterschaft, der „Dutch Dance Explosion“ und den German Open geglänzt hatte. Platz 3 belegte Reiterin Jennifer Tadje in der Disziplin Horse und Dog Trail.

Bei den männlichen Erwachsenen triumphierte Björn Wüsteney, Triathlet vom TSV Barsinghausen, Er hatte unter anderem in der Langdistanz bei der Ironman-Weltmeisterschaft teilgenommen und hier den 143. Platz belegt. Auf Platz 2 kam Läufer René Menzel, der über 50 Kilometer den 25. Platz bei der Weltmeisterschaft, den 1. Platz beim Halbmarathon auf Mallorca und den 21. Platz bei der Deutschen Meisterschaft erreicht hatte. Auf Platz 3 landete Mitja Gustorf von den DC Dartskulls Barsinghausen, der im Einzel Deutscher Meister wurde.

Einen besonderen Dank richtete Ina Wildhagen an ihren langjährigen Trainer und Unterstützer Gerd Köhler.

Über die Verleihung des Preises des Bürgermeisters konnte sich diesmal eine Sportlerin freuen, die es geschafft hat, in zwei komplett unterschiedlichen Sportarten an offiziellen Weltmeisterschaften teilzunehmen. Außerdem wurden die erbrachten, besonderen Leistungen in zwei Jahren, nämlich 1993 und 2023, gewürdigt. Ina Wildhagen hat ihre Wurzeln beim TSV Barsinghausen, wo in der Glück-Auf-Halle mit Jürgen Löffler und Gerd Köhler zwei bekannte Handballtrainer auf das vielversprechende Nachwuchstalent warteten. Von der Jugendmannschaft ging es rasch zur 1. Damen und dann weiter in die Auswahlmannschaften des Kreises und Landes. Gekrönt wurde die Entwicklung in 1990 mit der Berufung in die Deutsche Jugend-Nationalmannschaft. Auf Vereinsebene führte Ina Wildhagens Weg zum SC Germania List und weiter zum MTV Moringen, während 1993 noch die Nominierung in den Kader der Nationalmannschaft für die Junioren-Weltmeisterschaft folgte. Schon lange vor dem Ende ihrer Handballzeit streckte Wildhagen ihre Fühler in Richtung einer sportlichen Alternative aus: Triathlon. Bei diesem Ausdauer-Dreiklang aus Schwimmen, Laufen und Radfahren steht natürlich immer ein ambitioniertes Ziel ganz oben auf dem Tableau, nämlich die Teilnahme am Ironman auf Hawaii. 2023 ging es erneut zum Qualifikationsrennen nach Hamburg. Groß war die Freude, als das Ticket ins „Paradies“ in der Tasche war und sich der Traum von der Teilnahme am wichtigsten Triathlon-Wettbewerb erfüllte.

Mit dem Preis des Rates 2023 wurde diesmal Siegfried Lehmann geehrt, dessen Name untrennbar mit dem großen Silvesterlauf des TSV Barsinghausen verbunden ist. Der Preis wird für sportliche Ehrenamtliche vergeben, die sich über einen langen Zeitraum um den Barsinghäuser Sport verdient gemacht haben. Diese Voraussetzung ist im Fall von Siegfried Lehmann durch sein jahrzehntelanges Wirken mehr als erfüllt. Seine Vereinsheimat war und ist der TSV Barsinghausen und hier insbesondere die Sparten Turnen, Leichtathletik und Triathlon. 2015 wurde Lehmann für die 51. abgelegte Prüfung zum Sportabzeichen ausgezeichnet und darüber hinaus hat er sich bei den Naturfreunden als Wanderführer betätigt. Der Silvesterlauf, der seit 1990 mit Lehmann als Organisator stattfindet, hat sich längst eine feste Fangemeinde erarbeitet und ist das sportliche Highlight am Ende jeden Jahres. Als Sportler war der Preisträger bis 2019 in der Wettkampfszene aktiv. Für viele ist Siegfried Lehmann ein Vorbild und Ansporn, sich sportlich, ehrenamtlich und menschlich zu engagieren. Der „Preis des Rates“ und der „Preis des Bürgermeisters“ sind mit einer Geldsumme in Höhe von jeweils 500 Euro verbunden. Davon kann der/die Preisträger/in 100 Euro für sich behalten. Die übrigen 400 Euro werden einem vom Preisträger benannten Verein zur Verfügung gestellt.

In der Kategorie weibliche Jugend konnte sich Alessia Krampen vom Schwimmclub Barsinghausen über Platz 1 freuen – sie hatte einen 1. Platz bei den Landesmeisterschaften, einen 3. Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften und einen 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften erreicht. Auf Platz 2 schaffte es Nell Röming vom Reitverein St. Georg Barsinghausen, die in der Vielseitigkeit Europameisterin wurde, den 2. Platz bei den Internationalen Meisterschaften und den 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften belegte. Auf Platz 3 landete Emma Witt vom Schützenverein Nordgoltern, die mit dem Blasrohr Landesmeisterin wurde und bei der Deutschen Meisterschaft Platz 3 belegte.

Bei den männlichen Jugendlichen erreichte Schwimmer Tom Schade (SCB) im Brustschwimmen den 2. Platz bei den Landesmeisterschaften, den 6. Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften und den 1. Platz bei den Bezirksmeisterschaften und konnte sich somit über die Auszeichnung zum Sportler des Jahres freuen. Platz 2 belegte Tischtennis-Ass Jannik Hexel vom TSV Langreder, der den 1. Platz in der Bezirksrangliste, den 13. Platz bei der Landesrangliste sowie den 1. Platz beim Deister Cup vorweisen konnte. Platz 3 belegte Lennart Sörenhagen vom Schützenverein Nordgoltern, der mit dem Blasrohr den 9. Platz bei der Deutschen Meisterschaft und den 6. Platz bei der Landesmeisterschaft erreicht hatte.

Jugendliche Mannschaft des Jahres wurde die SCB-Staffel über viermal 50 Meter, die den 6. Platz bei den Landesmeisterschaften und den ersten Platz bei den Bezirksmeisterschaften geschafft hatte. Auf Platz 2 landete die U 16 vom Calenberger Canoe Club im Kanu-Polo mit einem 1. Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften.

Platz 1 bei den Erwachsenen-Mannschaften belegten die Triathletinnen (SG Lilahausen) mit einem 2. Platz in der Landesliga und dem Aufstieg in die Oberliga. Platz 2 belegte die SGS-Damenstaffel mit einem 2. Platz beim Landesentscheid und einem 2. Platz beim Bezirksentscheid. Auf Platz 3 landete das Team Basche A von den Dartskulls, das einen 2. Platz in der Landesliga und den Aufstieg in die Regionalliga schaffte.

Für musikalische Stimmung sorgte eine Band vom Hannah-Arendt-Gymnasium.

Für akrobatische Darbietungen sorgten die Kinder und Jugendlichen vom Kijuciba.

Fotos: ta