Starkes Zeichen der Erinnerungskultur: Bewegende Fahrradtour entlang der Barsinghäuser Stolpersteine

BARSINGHAUSEN-ORTSTEILE (red).

Am vergangenen Sonntag veranstaltete der Verein Barsinghausen ist bunt in Kooperation mit dem Europaverein Barsinghausen und mit Unterstützung der Omas gegen rechts sowie den JUSOS eine eindrucksvolle Fahrradtour entlang der Stolpersteine in Barsinghausen, genau zu 23 Stationen. Rund 30 Teilnehmende kamen bei strahlendem Sonnenschein zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für Erinnerung, Vielfalt und demokratische Werte zu setzen. Die Route führte die Gruppe zu sämtlichen Stolpersteinen im Stadtgebiet, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern – Menschen, die einst in Barsinghausen lebten und durch das NS-Regime entrechtet, verfolgt oder ermordet wurden. An jeder Station wurde innegehalten, um die Geschichte der betroffenen Personen zu erzählen und ihrer zu gedenken. Besonders freuten sich die Teilnehmenden über die Begrüßung in Landringhausen durch die Ortsvorsteherin Fenja Ganter und den Ratsherrn Uli Burkat. Dieser hatte die aus der Ortsgeschichte bekannten Informationen zu den dort geehrten Personen vorbereitet.

„Das war eine bewegende Tour. Es ist wichtig, die Erinnerung wachzuhalten. Wir dürfen nicht vergessen, wie schnell damals die Menschenverachtung die Oberhand gewann. Unsere Demokratie ist mir zu wertvoll! “, sagte eine Teilnehmerin nach der Veranstaltung. Die friedliche und respektvolle Atmosphäre sowie das sommerliche Wetter trugen zu einer positiven und zugleich nachdenklichen Stimmung bei. Mit der Veranstaltung möchten die Organisatoren auch künftig Menschen ermutigen, sich aktiv mit der Geschichte ihrer Stadt auseinanderzusetzen und Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen. Barsinghausen ist bunt und der Europaverein Barsinghausen bedanken sich bei allen Teilnehmenden für ihr Interesse und ihre Mitwirkung – und freuen sich bereits auf zukünftige gemeinsame Aktionen.

Fotos: Barsinghausen ist bunt