„Stinkende Schultoiletten, Fachkräftemangel und Brandschutz“

Die Fraktion „Aktiv für Barsinghausen“ (AFB) berichtet von einem Informationsbesuch in der Grundschule Groß Munzel

GROß MUNZEL (red). Die Grundschule in Groß Munzel ist eine gepflegte Schule mit einem sehr aktiven Förderverein. Doch die veralteten Toiletten im Anbau und die Turnhalle müssen dringend saniert werden. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins der Fraktion Aktiv Für Barsinghausen mit der Schulleitung und dem Vorsitzenden des Fördervereins. Bereits 2015 sollten die Sanitäranlagen im Anbau grundsaniert werden, um ein Jahr versetzt die Turnhalle. Diese Maßnahmen wurden immer wieder aufgeschoben. Nun soll zumindest die Sanierung bzw. der Abriss und Neubau des Anbaus, der aus den 60iger Jahren stammt, in zwei Jahren erfolgen. Neben eines festen Datums für die Turnhallensanierung wünscht sich die Schule zum Beispiel eine neue Akustikdecke in der Eingangshalle, um diese besser für Schulaktivitäten nutzen zu können. Ein weiterer dringender Wunsch war eine langfristige, aber verlässliche Planung notwendiger Sanierungen in allen Grundschulen, bzw. Schulen! „Auch wir als Ratsfraktion sehen die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes als notwendig an und wollen dazu beitragen, dieses Ziel zu verwirklichen“, sagen Bettina Klein und Kerstin Beckmann. „In unserer Stadt steht die Verwaltung und die Politik vor der Herkulesaufgabe, trotz fehlender personeller Kapazitäten und steigenden Anforderungen im Brandschutz, die nachvollziehbaren Forderungen vieler Schulen nach Grundsanierungen, insbesondere der Toilettenanlagen, gerecht zu werden. Die Probleme liegen nicht bei dem ersten Stadtrat Herrn Dr. Wolf oder den Zuständigen im Bereich Schule oder Gebäudewirtschaft. Das die Umsetzung von Brandschutzauflagen in den städtischen Gebäude Vorrang hat, ist nachvollziehbar. Alles andere wäre fahrlässig. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der sich auch bei der Besetzung von Stellen in der Verwaltung immer stärker bemerkbar macht. Dies ist ein gesellschaftliches Problem. Eine offene Diskussion mit den betroffenen Schulleitungen und das konstruktive Umgehen zwischen Verwaltung und Ausschussmitgliedern ist dringend notwendig, um eine Gesamtstrategie und eine langfristig angelegte Planung entwickeln zu können. Ein erster Schritt könnte eine gemeinsame Begehung aller Grundschulen sein, um sich über die Situationen vor Ort informieren zu lassen. Basierend darauf könnte, im offenen Dialog mit den Schulen, ein realisierbares Konzept entwickelt werden, welche Sanierungsmaßnahmen kurzfristig oder langfristig angegangen werden müssen und können! Dabei muss die Personalsituation in der Verwaltung, die Herausforderung der Abarbeitung der Brandschutzauflagen und die Personalbelastung durch aktuelle Projekte, wie zum Beispiel der Neubau der WSS und der LTS, miteinbezogen werden. Wünschenswert wäre hier ein von Verwaltung und Politik vorbereiteter Sonderschulausschuss“; so Beckmann und Klein.

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