Stürmisches Wochenende hinterlässt kaum Schäden in den Wäldern

NIEDERSACHSEN (red).

Der starke Wind mit stürmischen Böen hat am vergangenen Wochenende im Wald der Niedersächsischen Landesforsten keine schwerwiegenden Schäden hinterlassen. „Schwere Sturmschäden, wie wir sie bei ähnlicher Wetterlage vor fast genau 16 und vor genau fünf Jahren zu dieser Zeit zu beklagen hatten, sind glücklicherweise ausgeblieben“, zeigt sich Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten zunächst erleichtert. Damals, am 18. Januar 2007, hatte Sturm Kyrill für schwere Schäden vor allem in den Wäldern in Harz und Solling verursacht. Auf den Tag genau elf Jahre später, am 18. Januar 2018, zog dann Orkan Friederike über das Land und richtete abermals in den Wäldern Süd-Niedersachsens erhebliche Schäden an. „Sturm ‚Friederike‘ bildete vor fünf Jahren den Auftakt einer bisher ungekannten Aneinanderreihung von Witterungsextremen, in deren Folge wir mittlerweile allein im Landeswald 40.000 Hektar Fläche wiederbewalden müssen“, erklärt Merker. Auf den Orkan Friederike – heute vor fünf Jahren – folgten die drei Dürresommern der Jahre 2018 bis 2020, in denen sich vor allem Fichtenborkenkäfer massenhaft vermehrten und große Waldflächen überwiegend im Harz und Solling vernichteten. Zwischenzeitig sorgten kleinere Herbst- und Winterstürme abermals für weitere Schäden in den bereits gebeutelten Wäldern. Merker blickt auf das vergangene Jahr: „Zuletzt waren es die Februarstürme 2022, die diesmal auch den Wald im niedersächsischen Flachland trafen. Insofern blicken wir Försterinnen und Förster immer mit Sorge auf solche Wetterlagen Anfang des Jahres – und die Sturmsaison ist noch nicht vorüber.“ Flächen, die der Orkan Kyrill 2007 verwüstete, stellen sich heute vielfach als vielfältige, reich gemischte, noch junge Wälder da, auf denen die Hoffnung für die Zukunft ruhen. „Die etwa 6 Millionen Setzlinge, die wir jährlich zusätzlich zu dem, was wir säen und was sich auf natürlichem Wege einfindet, pflanzen, werden hoffentlich eine ähnliche Entwicklung nehmen“, hofft Merker.

Archivfoto: Niedersächsische Landesforsten