Tag der Arbeit: Gewerkschaft fordert mehr Lohn und eine klare Politik gegen Rechtsaußen

Rund 130 Teilnehmer besuchten heute die Kundgebung des DGB-Ortsverbandes

BARSINGHAUSEN (ta). Bundesweit stehen heute die Kundgebungen der Gewerkschaften unter dem Motto „Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Sicherheit“. Barsinghausens DGB-Ortsverbandsvorsitzender Michael Pöllath konnte zur traditionellen Maikundgebung auf dem Mont-Saint-Aignan-Platz rund 130 Teilnehmer begrüßen und dankte für die solidarische Unterstützung von örtlichen Vereinen und Verbänden, ohne die die Veranstaltung wohl nicht habe stattfinden können. Einen besonderen Dank richtete er an die Naturfreunde, die die Bewirtung mit Grillspezialitäten und Getränken übernommen hatten. Schon seit 1890 gehöre der 1. Mai den Werktätigen, den Gewerkschaften und der Arbeiterklasse und im Laufe der Jahre seien auch Krieg, Frieden und Abrüstung immer wieder Thema gewesen. Heute sei das Streikrecht im Grundgesetz verankert, erklärte Pöllath. Nicht vergessen wegen der Entwicklung der AfD dürfe man aber die Repressalien und Verfolgungen von Gewerkschaftern durch die Nationalsozialisten. Deutliche Kritik übte der DGB-Vorsitzende zudem an den Plänen zur Arbeitspolitik und zu den Renten, die die FDP propagiere. Hierbei handele es sich um ein FDP-Trauerspiel gegen Bürgergeldempfänger und für Besserverdiener.

Für musikalische Unterhaltung sorgte das Duo „Whisky & Rye“. Auch die Vorsitzende des Barsinghäuser Rates, Laura Schneider, betonte in ihrem übermittelten Grußwort die Bedeutung des Streikrechts und erteilte der Forderung nach betrieblichen Überstunden eine Absage. Zu mehr Effektivität führe vielmehr eine Verkürzung der Arbeitszeit. In Deutschland werde ein funktionierender Sozialstaat weiterhin gebraucht. Wichtig sei zudem, dass man nicht an der Schuldengrenze festhalte, sondern investiere, so Schneider.

Im Zentrum der Rede von Dr. Robby Riedel vom DGB-Bundesvorstand stand ebenfalls die Tarifpolitik und er erinnerte an das seit seit 75 Jahren bestehende Tarifvertragsgesetz. Entgegenwirken müsse man dem Trend in Niedersachsen, dass die Zahl der Tarifbindung in den Betrieben abnehme.

Fotos: ta