Tempo-30-Zone in Ostermunzel ist noch nicht vom Tisch

Bürgermeister verspricht kurzfristig zu helfen / Bürger fordern häufigere Kontrollen

Gemeinsam kämpfen die Einwohner von Ostermunzel für eine Beruhigung des Straßenverkehrs.

OSTERMUNZEL (fk). Eigentlich sollte die vor Kurzem sanierte Mittelstraße in Ostermunzel im Auftrag der Stadt Barsinghausen in das Projekt der Region Hannover aufgenommen werden, in dem es darum ging, Ortsdurchfahrten in der Region in Tempo 30 Zonen umzuwandeln. Laut Ulrich Burkat, dem Vorsitzenden der SPD-Abteilung Landringhausen und Ratsmitglied, vermittelt die neue Ortsdurchfahrt einen sehr positiven Eindruck in Bezug auf das Straßenbild und die Bürgersteige. „Ganz besonders die Querungshilfe mit Fußgängerampel ist ein Gewinn für den Ort“, so Burkat. Die Bürger in Ostermunzel sind aber enttäuscht darüber, dass viele Möglichkeiten bei der Sanierung der Straße nicht genutzt wurden oder noch nicht umgesetzt worden sind. Hierzu hatte Burkat zu einem Ortstermin eingeladen, an dem auch Bürgermeister Henning Schünhof teilnahm. Besonders am Herzen liegt dem Großteil der Bürger die Einrichtung einer Tempo 30 Zone für die Mittelstraße oder sogar für den gesamten Ort. Dadurch, dass in der östlichen Einfahrt aus Lathwehren kommend der Ort nur einseitig bebaut ist, hat man die Mittelstraße dort 7,50 Meter breit gelassen, was laut Einwohnern dazu führt, dass die Fahrzeuge trotz des Ortsschildes noch mal deutlich beschleunigen. Auch in Barsinghausen wollte man an dem geplanten Tempo-30-Projekt für Ortsdurchfahrten der Region Hannover teilnehmen und hatte hierfür die Mittelstraße in Ostermunzel gewählt und hatte darauf gehofft, dass mit der Fertigstellung der Straße auch das Tempolimit kommt. Das niedersächsische Verkehrsministerium hat allerdings das Projekt unter anderem aufgrund der Vielzahl der Anfragen auf Eis gelegt. Das hilft den Bürgern aus Ostermunzel leider nicht bei ihrem Problem und daher suchten sie das Gespräch mit Bürgermeister Henning Schünhof. Vorgeschlagen wurden unter anderem regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen durch das Ordnungsamt oder der Polizei. Man geht sogar davon aus, dass der Verkehr durch die weitere Erschließung der Gewerbeflächen in Groß Munzel noch zunimmt. Laut den Bürgern wird die K251 oft von Berufspendlern als Alternative zur B65 genutzt, weil dort unter anderem weniger Ampeln sind. Der starke Verkehr durch den Ort wurde schon bei dem Ortstermin deutlich und Henning Schünhof versprach die Anliegen der Bürger wohlwollend zu begleiten und die Situation zeitnah zu verbessern. „Ich habe für ihre Anliegen offene Ohren und streite an ihrer Seite“, so Schünhof. Unter anderem soll zeitnah eine Geschwindigkeitsanzeige aufgestellt und in Betrieb genommen werden. Hierfür dankten die Ostermunzeler und hoffen, dass sich nach Jahrzehnten endlich was tut.

Foto: fk