Trockenheit strapaziert bäuerliche Nerven

Insbesondere der Mai war zu warm und regenarm 

REGION (red). Die ungewöhnlich starke Trockenheit gepaart mit extremer Hitze und starkem Wind setzt allen Kulturen auf den Feldern erheblich zu. „Bis vor sechs Wochen haben uns die ergiebigen Niederschläge zu schaffen gemacht, die Pflanzen haben fast im Wasser gebadet, jetzt fehlt im ganzen Land Regen“, fasst Landvolkvizepräsident Ulrich Löhr zusammen. Sollte es innerhalb der kommenden Woche nicht landesweit Niederschläge geben, seien erhebliche Ertragseinbußen zu befürchten. Aufgrund des feuchten Frühjahrs wurzeln beispielsweise die Getreidepflanzen sehr flach, so dass sie die Wasservorräte in tieferen Bodenschichten nicht erreichen. Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes ist der Mai meteorologisch in Rekorddimensionen vorgestoßen: Die Temperaturen waren nur 1889 ähnlich warm. Zugleich fiel insbesondere in Niedersachsen deutlich weniger Regen als zu der Jahreszeit üblich, in weiten Landesteilen waren es weniger als fünf Liter je Quadratmeter statt der üblichen Menge von um die 70 Liter je Quadratmeter. Auf den Beregnungsstandorten im Nordosten des Landes haben die Landwirte mit der Feldberegnung versucht, die Defizite auszugleichen, das künstliche Nass kann bei derart extremen Werten aber keinen echten Ausgleich für die Niederschlagsdefizite herbeiführen. Überall im Land wünschen sich die Bauern nun einen ergiebigen Landregen, der gleichmäßig in die trockenen Böden einsickern kann.

Foto: Landvolk