Trotz Corona: Judoka im VSV Hohenbostel bleiben aktiv und erfolgreich

Neue Medien werden genutzt, um im Lockdown zu trainieren

HOHENBOSTEL (red). Der Amateursport steht seit November in ganz Deutschland wieder weitestgehend still. Die Sportler des VSV tragen diese Maßnahme natürlich verantwortungsbewusst trotz der negativen Effekte für den Sport solidarisch mit. Dies fällt gerade beim Judo nicht leicht, weil ein kontinuierlicher, sportlicher Fortschritt im Partnersport mit all den Einschränkungen sehr schwer umzusetzen ist. Für den aktuellen Lockdown hat sich der Verein aber einiges einfallen lassen und ist sehr gut aufgestellt. Die Fitness- und Judosparte hat sich schon beim ersten Lockdown intensive Gedanken gemacht, wie das Sportangebot aufrechterhalten werden kann und gleichzeitig alle geltenden Regeln verantwortungsbewusst eingehalten werden können.

Und das geht überraschend gut durch den Einsatz neuer Medien und das Internet. Seit dem letzten gemeinsamen Training im Oktober werden die Sportler mit verschiedenen Angeboten versorgt. Es gibt jede Woche neue Trainingsvideos, welche die Sportler flexibel und zeitlich unabhängig zu Hause nachtrainieren können. Das ganze wird durch Videokonferenz-Training ergänzt. Die Sportler treffen sich online zur Trainingszeit im Internet. Über eine Webcam und Mikrofon können die Sportler den Trainer sehen und hören. Genauso kann der Trainer die Sportler sehen und ist dadurch in der Lage bei den Übungen aktiv zu unterstützen. „Das Training per Videokonferenz wird sehr gut von meiner Sportgruppe angenommen. Die erforderliche Technik ist heute zum Glück in jedem Haushalt vorhanden. Im Prinzip reicht schon ein normales Smartphone oder ein Tablet, um beim Training mitzumachen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit einigen Sportlern spätestens im Januar die nächste Gürtel-Graduierung erreichen, obwohl alle Hallen geschlossen sind”, sagt Trainer Gerrit Rehberg zur aktuellen Trainingssituation.

„Auch die Problematik mit dem benötigten Sportpartner konnten wir ganz gut lösen. Einige Kinder können zu Hause mit ihren Geschwistern üben. Die übrigen haben sich einfach aus etwas Baumarkt-Material eine Partnerpuppe gebastelt.“ Und obwohl in diesem Jahr kaum Turniere in Kontaktsportarten durchgeführt werden durften, kann die Judogruppe auf ein durchaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Über das Jahr gab es 35 bestandene Gürtelprüfungen zu feiern. Es gab Urkunden und Abzeichen bei der „Judo-Safari“ sowie dem JuSpo-Abzeichen. Zudem gab es Medaillen für die erfolgreiche Teilnahme bei Judo & More und die ganze Gruppe hat das Deutsche Sportabzeichen absolviert. Einige Sportler sind erfolgreich bei verschiedenen Laufveranstaltungen gestartet und sind zuletzt beim Zipfelmützen-Nikolauslauf für einen guten Zweck an den Start gegangen.

Außerdem wurden während der zwei Lockdown-Phasen im Rahmen einer kleinen Judo-Challenge verschiedene Geschicklichkeits- und Kreativaufgaben von der Gruppe gelöst. So wurden im November z.B. Judo-Laternen gebastelt. Und wer jetzt Lust bekommen hat sein Kind mal in den Judo-Sport beim VSV-Hohenbostel reinschnuppern zu lassen oder das in der Eltern-Kind Gruppe sogar gemeinsam mit seinem Kind auszuprobieren, bekommt alle notwendigen Informationen bei Trainer Gerrit Rehberg: gerrit.rehberg@vsv-hohenbostel.de oder per Telefon & WhatsApp (0157-35416314). Nähere Informationen zu der Judo-Gruppe gibt es im Internet auf der Homepage des Vereins unter: www.vsv-hohenbostel.de

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