Über die ASB-Zentrale wird der Austausch von Pflegekräften in den hiesigen Pflegeeinrichtungen koordiniert

Krisenstab der Stadt ruft weiterhin zum Spenden von Schutzausrüstung auf

BARSINGHAUSEN (red). Auf Anregung des örtlichen Hausarztes Dr. Carsten Rädisch hatte sich der Krisenstab in der vergangenen Woche mit der Frage nach den möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf die heimischen Pflegedienstanbieter befasst. Sehr schnell kam die Stadtverwaltung mit dem Arbeiter-Samariter-Bund überein, die dortige Nachrichtenzentrale für einen fachlichen Austausch zwischen den Pflegeanbietern zu nutzen. „Wir sind sehr froh, dass wir mit insgesamt zwölf ambulanten und stationären Pflegeanbietern eine solidarische Pflegeinitiative für Barsinghausen ins Leben rufen konnten,“ berichtet der Erste Stadtrat Dr. Thomas Wolf. Ziel soll dieser Pflegeinitiative ist es, dass über die Vermittlung des ASB alle Pflegeanbieter, die entweder bei Materialausstattung oder auch der personellen Gewährleistung ihrer Aufgaben Probleme bekommen, sich an eine Vermittlungsstelle wenden und dort nach solidarischer Hilfe ihrer Kolleginnen und Kollegen aus dem Stadtgebiet fragen können. „Wir stellen unsere Infrastruktur dafür gerne zur Verfügung “, erklärt ASB-Geschäftsführer Jens Meier, „denn es ist immer besser mit solchen Vorbereitungen vor der Lage zu bleiben, als nur auf Notstände reagieren zu können. “ Der Erste Stadtrat bedankt sich ausdrücklich bei allen Pflegedienstleistern, die bei dieser Initiative mitmachen. „Wir erleben hier ein wirklich tolles Beispiel für gelebte Solidarität in unserer Stadt Barsinghausen“, freut sich Dr. Thomas Wolf.

Verbunden mit dieser solidarischen Pflegeinitiative ruft der Krisenstab der Stadtverwaltung noch einmal alle Menschen und Betriebe in Barsinghausen auf, eventuell verfügbare Schutzausstattung zu spenden. „In der gesamten Region suchen alle Gesundheitsdienstleister und die Kliniken händeringend nach Atemschutzmasken, Körperschutz, Handschuhen und anderen Ausstattungen, die helfen, Ansteckungen mit dem Corona-Virus zu vermeiden“, berichtet Bürgermeister Marc Lahmann als Leiter des Krisenstabes im Barsinghäuser Rathaus. Bisher läuft diese Spendenaktion sehr gut, so hat u.a Clementine Seebeck von der Fa. Unitec dem ASB 1200 Schutzmasken zur Verfügung gestellt. „Ich finde diese Hilfsbereitschaft nicht nur wichtig, weil dadurch hilfsbedürftige Menschen vor einer Ansteckung geschützt werden, es ist für mich auch Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts innerhalb der Bürgerschaft“, ergänzt der Verwaltungschef. Sehr zu seiner Freude hätten sich auch in den vergangenen Tagen zahlreiche Erzieherinnen und Erzieher gemeldet, die gemeinsam mit ihren Notgruppen in den Kindertagesstätten Schutzmasken nähen wollen, so Marc Lahmann weiter, zumal auch die Flüchtlingssozialarbeiterinnen gemeldet haben, eine ähnliche Aktion mit in den Gemeinschaftsunterkünften am Rottkampweg, an der Max-Planck-Straße und an der Hannoverschen Straße starten zu wollen. Der Bürgermeister unterstützt darüber hinaus ausdrücklich auch den Aufruf der Medizinischen Hochschule Hannover, dass sich solche Menschen, die schon eine Corona-Infektion glücklich hinter sich gebracht haben, als Blut- und Plasmaspender zur Verfügung stellen. „Die Immunität von genesenen Patienten lassen sich nämlich hervorragend für die Hilfe erkrankter Menschen nutzen“, so der Bürgermeister abschließend.

Wie Barsinghausens Erster Stadtrat bei der heutigen Sitzung des Krisenstabes mitteilte, gehen er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon aus, dass zum Start in die kommende Woche die Zahl der Notgruppen im Kita-Bereich auf 17 steigen wird. „Uns liegen bereits 29 Anmeldungen vor “, berichtete Dr. Thomas Wolf. Es gibt seiner Einschätzung nach auch keine Anzeichen, dass es in den kommenden Wochen zu einer Entspannung kommen wird. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Nachfrage nach den Plätzen in den Notgruppen noch steigen wird.