Umfrageergebnisse sollen die Integrationsarbeit in Barsinghausen optimieren

Die Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) stellte gestern die gewonnenen Erkenntnisse im Sozialausschuss vor

Vor einem Jahr hatten die Stadt und die Fachhochschule die Befragung gestartet, jetzt liegt die Auswertung vor.

BARSINGHAUSEN (ta). Wie Deister Echo berichtete, hatte die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) vor rund einem Jahr eine Befragung von Akteuren im Integrationsbereich und unter Migranten und Flüchtlingen initiiert. Ausgearbeitet wurde die aus einem Fragenkatalog bestehende empirische Studie von Studenten der FHM. Gestern wurden die Ergebnisse und Erkenntnisse von Professor Dr. Feyzullah Gökdemir und Student Daniel Welling den Mitgliedern des Sozialauschusses präsentiert. Beide Seiten, sowohl die einheimische Bevölkerung als auch die Zugezogenen, seien gefordert, damit Integration und Partizipation gelingen könnten. Zudem komme dem Erlernen der deutschen Sprache eine hohe Bedeutung zu, betonte Gökdemir. Der größte Anteil der in Barsinghausen lebenden Flüchtlinge sei in den Jahren 2015 und 2016 gekommen, wobei die meisten eher der jüngeren Generation angehörten. Der Wille, sich zu integrieren und die deutsche Sprache zu erlernen sei da, trotzdem würden rund 35% der Befragten Probleme bei der Kommunikation mit den Behörden angeben. Zudem hätten rund 50% der befragten Migranten schon mal Erfahrungen mit Diskriminierungen gemacht. Auch gebe es den Wunsch nach einer umfassenderen Beratungsstelle. Sehr gut funktioniere die Integration in die Barsinghäuser Vereine, in denen über die Hälfte Anschluss gefunden hätten. Gleichwohl sei auch klar, dass echte Partizipation am gesellschaftlichen Leben ein länger andauernder Prozess sei, so Gökdemir, der Barsinghausen eine mehrheitlich befürwortete Willkommenskultur attestierte. Der 1. Stadtrat, Thomas Wolf, kündigte an, dass die Ergebnisse der Studie als Handlungsleitfaden auf der Seite der Stadt veröffentlicht und als Grundlage für die weitere Integrationsarbeit genutzt würden.

Foto: ta / ta-Archiv