Vandalismus im Jugendtreff: KGS-Schulleiter René Ehrhardt widerspricht der städtischen Darstellung in weiten Teilen

BARSINGHAUSEN (red/ta).

Mit Bezug auf die gestrige Pressemitteilung der Stadtverwaltung zur Situation im Jugendtreff an der Goetheschule teilt KGS-Schulleiter René Ehrhardt mit: „Der städtische Jugendtreff ist eine eigenständige Einrichtung, die keine Überschneidung mit dem schulischen Freizeitbereich der Goetheschule hat. Es ist bedauerlich, dass mehrfache und mehrjährige Gespräche keine Möglichkeiten ergeben haben, dass das städtische sozialpädagogische Personal Überschneidungspunkte mit den Sozialprogrammen der Goetheschule findet. Es gibt hier unüberbrückbare Differenzen in den Auffassungen von Regeln, Projekten, Personalführung sowie methodischem Vorgehen. Die Öffnungszeiten des schulischen Freizeitbereichs unter der Leitung von landesangestellten SchulsozialarbeiterInnen entsprechen den schulischen Arbeitszeiten. Ab 15.30 Uhr und an den Wochenenden wird der Bereich durch die städtische Jugendarbeit geleitet. Beide Arbeitsbereiche, Schule und Stadt, teilen sich die Räume (Mehrzweckraum, Gruppenraum und Spielraum). Ein gesonderter Raum ist dem besonderen Ruhe- und TV-Verhalten der Kundschaft des städtischen Jugendtreffs vorbehalten. Diesen Raum nutzt die Goetheschule im Arbeitsalltag nicht. Es werden vom städtischen Jugendtreff diese aufgezählten Räumlichkeiten sowie die angrenzende Turn- und Kampfsporthalle genutzt. Durch die städtische Nutzung entstehen regelmäßig Beschädigungen durch die Kundschaft des städtischen Jugendtreffs, welche die schulische Nutzung am nächsten Tag immer wieder einschränken.

Schulleiter René Ehrhardt widerspricht der städtischen Darstellung.

Diese Beschädigungen gehen von Möbelschäden, über Gebäudeschäden an Mauerwerk, Fenster und Türen, Toilettenschäden aller Art, Beschädigungen aller Art in der Turnhalle sowie Zerstörung von Sicherheitseinrichtungen wie Feuerlöschern und Auslösungen von Brandmeldealarmen durch Missbrauch von Feuerlöschern oder der illegalen Nutzung von Rauchmittel aller Art im und am Gebäude. Letzter trauriger und dramatischer Höhepunkt war die Auslösung des Brandmeldealarms während des hochkaratigen Vortrages von Andrea Röpke im Auftrag der Siegfried-Lehmann-Stiftung und Barsinghausen ist bunt unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters und der Hausherrschaft der Goetheschule. Die Evakuierung der gut besuchten Aula war eine direkte Folge des Missbrauches eines Feuerlöschers im städtischen Jugendtreffs in den Abendstunden. In Folge dieser Evakuierung wurde durch den Schulleiter Strafanzeige gegen mehrere Personen und unbekannt gestellt. Die Einrichtung war am dem Tag vor der Schließung von maximal 30 Personen besucht. Die Goetheschule präferiert seit langem, dass der städtische Jugendtreff die Schülerinnen und Schüler der unteren Klassen aufnehmen und betreuen könnte. Dies würde den sozialen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten Rechnung tragen. Leider gibt es seitens der Verwaltung und Leitung des städtischen Jugendtreffs keine Unterstützung oder Willensbildung. Die leidtragenden Menschen sind am Ende die Kinder und Jugendlichen, die sich aufgrund der jetzigen Kundschaft des städtischen Jugendtreffs keine betreute Freizeitmöglichkeit in der Nordstadt haben. Die jetzige Kundschaft des städtischen Jugendtreffs hat natürlich auch ein Anrecht auf Betreuung und Freizeitspaß. Dies gelingt aber nur mit Regeln und einem klaren Jugendkonzept. Dieses Konzept kann die Stadt und städtische Jugendpflege nicht vorweisen und scheitert offensichtlich mit dieser Freiheit in der Freizeit. Die Goetheschule kann den Bereich derzeit während der Schließung des städtischen Jugendtreffs uneingeschränkt im Schulbetrieb nutzen.

Richtigstellung: Die Schulleitung widerspricht der Pressemitteilung der Stadt vom gestrigen Montag im Deister-Echo, dass im schulischen Bereich Beschädigungen stattfinden, die keinem Täter zugeordnet werden können. Wenn überhaupt Beschädigungen stattfinden, sind die Schülerinnen und Schüler sofort dabei ihren Freizeitbereich in Ordnung zu bringen und melden dies den Aufsicht führenden SozialarbeiterInnen oder Schüleraufsichten. Beschädigungen seitens der Vereine sind der Schulleitung mit Auswirkungen auf den Schulbetrieb auch nicht bekannt geworden. Die Anzahl von 90 Personen am Freitag vor der Schließung ist falsch. Es waren höchstens 25 Personen auf dem Gelände des städtischen Jugendtreffs. Die Anzahl der zu evakuierenden Gäste der Aula während der Veranstaltung muss mit 165 Personen angesetzt werden“, so KGS-Schulleiter René Ehrhardt.

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