„Was eine Volkshochschule nicht alles so kann“

Kersten Prasuhn, Anja Horak, Franziska Hase und Nadja Heinrichs freuen sich über das neue Programmheft der VHS.
BARSINGHAUSEN (fk). „Ach, das machen sie auch?“ ist eine der häufigsten, wenn nicht gar die häufigste Aussage, wenn Verbandsgeschäftsführer Kersten Prasuhn und seine Mitarbeiter bei irgendwelchen Treffen von den Angeboten der Volkshochschule Calenberger Land (VHS) erzählen. Und es ist immer wieder überraschend, welche Vielfalt die VHS zu bieten hat. Mit dem neuen Programm und einigen Änderungen für die mittelfristige Zukunft startet die VHS in das kommende Herbstsemester. Das Team um Kersten Prasuhn hat heute das Programm mit dem dazugehörigen Programmheft vorgestellt. In Fokus der VHS stehen laut Kersten Prasuhn in diesem Jahr unter anderem die sogenannten „Erwäger“ – die was, fragt man sich? Bei einigen wenigen Internetplattformen findet man „Person, die etwas in Betracht zieht“ als Erklärung, für dieses etwas seltsam klingende und im Sprachgebrauch unübliche Wort. Laut Prasuhn haben nach den letzten Erhebungen des Deutschen Volkshochschulverbandes die Volkshochschulen deutschlandweit einen spezifischen Bekanntheitsgrad von über 85 Prozent. Von diesen 85 Prozent ziehen über 40 Prozent in Erwägung, einen Volkshochschulkurs zu besuchen. Und von diesen 40 Prozent setzen das dann knapp 15 Prozent in die Tat um. „Diejenigen, die einmal einen Kurs bei uns gemacht haben, erreichen wir in der Regel relativ gut. Sie haben eine positive Erfahrung gemacht“, erklärt Prasuhn. „Wir möchten diejenigen adressieren, welche der Volkshochschule grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen, sich aber noch nicht wirklich entscheiden konnten, einen Kurs zu belegen“, so Prasuhn weiter. Mit Umfragen und Workshops sollen in den nächsten zwei Jahren Bürger die Möglichkeit bekommen, das Programm der VHS aktiv mitzugestalten.
Insgesamt 658 Kurse, 215 davon in Barsinghausen, hat die VHS aktuell für das Herbstsemester im Angebot und rund 1.000 Anmeldungen gibt es bereits dafür. Unter anderem mit einem exzellenten Kursangebot in der politischen Bildung mit dem Historisch-Politischen Colloquium geleitet von Prof. Dr. Hans-Heinrich Nolte im September bringt den Teilnehmern echte Erkenntnisse. Bildungsurlaube nach Warnemünde zum Thema „Resilienz am Arbeitsplatz“ sowie die Sprachreisen Englisch nach Bristol, Großbritannien sind weitere Highlights. „Yoga meets Kunst“ und „Baumarkt Rundgang für Frauen“ oder andere Angebote aus dem Bereich „Digitale Bildung“ wie der Umgang mit der Sprinti- oder Üstra-App zeige die große Bandbreite der Angebote der VHS. Interessant für Menschen, die einen neuen Berufsweg einschlagen möchten, sind die Lehrgänge, wie „Kindertagespflege tätigkeitsvorbereitende Grundqualifizierung“ für Teilnehmer aus der Region Hannover größtenteils kostenlos sind, da diese Kosten von der Region nach erfolgreichem Abschluss übernommen werden. Besonders erwähnt wird der die Veranstaltung „Frau-Mutter-Sprache“, am 30. September in der VHS Barsinghausen, die sich ausnahmslos an Frauen wendet. „Wir wollen ins Gespräch kommen, um die Herausforderungen und Chancen auf dem Weg zur Integration von Frauen zu sprechen und gemeinsam Lösungen und neue Projektideen zu entwickeln“, so Anja Horak, die Programmbereichsleitung Deutsch und Integration. Im Gespräch bleiben möchte Kersten Prasuhn mit der VHS auch unbedingt. Denn laut ihm ist die beste Werbung immer noch die Mund-zu-Mund-Propaganda oder der sogenannte Dorffunk. Also sprecht miteinander. Alle weiteren Infos erhält man auf der Homepage der VHS.
Foto: Krüger
