VHS will mit den Einnahmen aus den Integrationskursen auch das klassische Bildungsangebot verbessern

150.000 Euro für Digitalisierung eingeplant / Vertreter der Mitgliedskommunen segnen den Jahresabschluss 2017 einstimmig ab

VHS-Geschäftsführerin Frauke Voskuhl und Zweckverbandsvorsitzender Karsten Balzer stellen den Jahresabschluss 2017 und die Pläne für die Zukunft vor.

BARSINGHAUSEN (ta). Die Volkshochschule Calenberger Land und die VHS-Geschäftsstellen in den Mitgliedskommunen stehen vor Herausforderungen, das machten Verbandsvorsitzender Karsten Balzer sowie VHS-Geschäftsführerin Frauke Voskuhl und ihre Stellvertreterin, Nadja Heinrichs, auf der gestrigen Sitzung des Zweckverbands in Barsinghausen deutlich. Aufgrund des gestiegenen Anteils der Integrations- und Flüchtlingskurse gegenüber dem Kerngeschäft in den letzten Jahren hätten sich auch die Erträge nahezu verdoppelt. Dies zeige sich auch darin, dass inzwischen ein Viertel der VHS-Beschäftigten im Integrationsbereich tätig sei. Nutzen wolle man die zusätzlichen Mittel zum einen für eine Verbesserung des Kerngeschäftes – auch weil man damit rechne, dass die Zahl der Integrationskurse künftig zurückginge. Zudem sollen 150.000 Euro in die digitale Ausstattung der VHS-Geschäftsstellen investiert werden. Die Bilanzsumme zum Jahresabschluss 2017 hat sich von rund 624.332 Euro im Vorjahr auf 653.751 Euro erhöht. Der ausgewiesene Jahresüberschuss von rund 207.000 Euro entspricht in etwa zehn Prozent des Jahresumsatzes und erklärt sich aus den Einnahmen aus dem Integrationsbereich und aus nicht besetzen Personalstellen. Der Bestand aus liquiden Mitteln beläuft sich zum Jahresende 2017 auf über 427.000 Euro, während die Höhe des Eigenkapitals 480.000 Euro beträgt. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen zwar um rund 69.000 Euro, was aber auch mit der Tilgung von Schulden zusammenhänge. Letztendlich stimmte die Versammlung des Zweckverbands geschlossen für die Verabschiedung des Jahresabschlusses. Im Rahmen eines Nachtragshaushalts für das laufende Geschäftsjahr ist vorgesehen, drei Stellen in der Verwaltung neu zu besetzen, dazu zählt auch eine Pädagogenstelle. Bisher keinen Bewerber habe es für den kaufmännischen Bereich gegeben. Im ersten Halbjahr 2018 wurden 557 Kurse mit knapp 16.000 Unterrichtsstunden angeboten. Als Herausforderungen für die Zukunft nannte die VHS-Geschäftsleitung die Stabilisierung des Kerngeschäfts, die Bewältigung der Anforderungen im Bereich des Datenschutzes, die Anpassung der Kursgebühren wegen der steigenden Honorare, die Rekrutierung jüngerer Dozenten, die Suche nach zusätzlichen Unterrichtsräumen sowie die Digitalisierung.

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