Vortrag über „Antisemitismus nach Auschwitz“: Dr. Mathias Berek referiert

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 18. April, im ZeitZentrum Zivilcourage statt

REGION (red). Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem referiert Dr. Mathias Berek am Donnerstag, 18. April, im ZeitZentrum Zivilcourage, am Theodor-Lessing-Platz 1A in Hannover über „Antisemitismus nach Auschwitz“. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Welt war eine andere nach dem Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Antisemitismus gab es zwar weiter, doch er wandelte sich. Judenhass konnte in vielen Ländern nicht mehr im selben Maß offen geäußert werden. Er war nicht mehr „salonfähig“, in den meisten Ländern der Welt war er kein legitimes Motiv für staatliche Politik mehr, in etlichen sogar bei Strafe verboten. Doch Antisemitismus war mit der deutschen Kapitulation 1945 auch nicht einfach verschwunden. Zum einen gibt es bis heute Menschen, die religiösen und rassistischen Judenhass offen äußern und ausagieren. Zum anderen wurden antisemitische Einstellungen zunehmend indirekt geäußert – in der Abwehr von Schuld und Erinnerung oder im Hass auf Israel. Der Vortrag widmet sich diesen sekundären Formen von Antisemitismus – wie sie sich äußern, wie verbreitet sie sind, welche Gefahr sie darstellen.

Dr. Mathias Berek ist Kulturwissenschaftler. Er arbeitet am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und ist dort Koordinator des Berliner Standorts des bundesweiten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Seine Forschungsschwerpunkte liegen neben historischem und gegenwärtigem Antisemitismus auf Erinnerungskulturen und deutsch-jüdischer Geschichte.

Foto: © Christoph Löffler