Was passiert eigentlich mit der Sporthalle der Brecht-Schule und den Nutzergruppen?

Im Fall eines Abrisses würden räumliche Kapazitäten für die Vereine wegfallen / Die Verwaltung hat noch keine „verfestigten Pläne“ / SPD: Rechtzeitig Perspektiven entwickeln

BARSINGHAUSEN (ta). Sofern die Existenz der Förderschulen in Niedersachsen auch in Zukunft gesichert bleibt, ist der Umzug der Barsinghäuser Bert-Brecht-Schule zum Schulzentrum am Spalterhals beschlossene Sache. Sicher ist, dass das gesamte Gelände der BBS für andere Zwecke genutzt werden soll. Wie Deister Echo bereits im vergangenen Jahr berichtete, soll der BBS-Altbau nach dem Willen der Verwaltung erhalten bleiben. Außerdem ist dort auch die Etablierung eines Kindergartens im Zuge des städtischen Kita-Nothilfeplans vorgesehen. Aber was passiert eigentlich mit der Mehrzweckhalle der Schule, die laut Informationen der Redaktion momentan neben dem Schulbetrieb auch von fünf Gruppen und Vereinen genutzt wird? Dies sind die VHS Calenberger Land, das Kinderheim am Waldhof, die Tischtennissparte vom TSV Barsinghausen, Karate Dojo Barsinghausen und die Inspiratio-Gruppe vom Kloster Barsinghausen. Im Fall eines Abrisses der Halle würden räumlichen Kapazitäten also wegfallen. Dazu sagt die städtische Fachdienstleiterin, Nadin Quest, die Verwaltung sei sich der Problematik durchaus bewusst. Aktuell sei der Sportentwicklungsplan in Arbeit – darin enthalten soll auch eine Übersicht über die Auslastung der Sporthallen im Stadtgebiet sein (Anmerkung der Redaktion). Da noch gar kein Zeitpunkt für den eventuellen Umzug der BBS an das Schulzentrum feststehe, gäbe es auch noch keine verfestigten Pläne zur Sicherung der Hallenkapazität am jetzigen BBS-Standort, so Quest. Der SPD-Vorsitzende, Reinhard Dobelmann, hält der Verwaltung indes planloses Agieren vor. Die Nachnutzung des BBS-Geländes sei ja schon länger ein Thema und natürlich hätten die Vereine und Nutzergruppen ein Recht darauf, zu erfahren, wie es in Zukunft weitergehen solle.

Anstatt rechtzeitig Pläne zu schmieden, werde in der Stadtverwaltung lediglich auf die sich abzeichnenden Entwicklungen und Situationen reagiert. Bestes Beispiel sei laut Dobelmann, die kurzfristig beschlossene Etablierung einer Kinderbetreuungseinrichtung, obwohl das Gelände ursprünglich für die Bebauung mit Wohnhäusern vorgesehen sei. In jedem Fall müsse eine adäquate Anschlussnutzung für die betroffenen Vereine gewährleistet werden, fordert der SPD-Chef.

Foto: ta / Stadt / privat