Wenn die Stadt nicht in die Strümpfe kommt, streichen die Eltern die Wilhelm-Busch-Schule halt selbst

Auf Anregung des Schulelternrates wurden jetzt schon drei von acht Klassenräumen gestrichen

HOHENBOSTEL (red). Auf Anregung aus dem Schulelternrat sind am Freitag und Samstag zahlreiche Eltern zusammengekommen und haben den Klassenräumen an der Wilhelm-Busch-Grundschule neu gestaltet. Die Klassenzimmer wurden geräumt, alte Bohrlöcher und Löcher zugespachtelt und nicht zu streichende Flächen abgeklebt.

Die überwiegend mindestens 30 Jahre alte Farbe wurde dann in relativ kurzer Zeit durch frische Wandfarbe ersetzt. Jetzt erstrahlen 3 der 8 Klassenräume und der Streitschlichterraum in frischem „Clear Green“. Es wird aber gehofft, dass die Farbe nicht wieder 3 Jahrzehnte halten muss. Von vielen Seiten gab es Unverständnis darüber, dass die Stadt Barsinghausen offenbar nicht in der Lage oder Willens sei, in ihren Gebäuden die Instandhaltung der Räume zu gewährleisten. Aus Wohn-Mietverhältnissen sind viele andere Intervalle gewöhnt. Ganz nebenbei haben die anwesenden Eltern auch noch eine offenbar lang überfällige Grundreinigung der Fenster, der Böden der Beleuchtung und des Mobiliars vorgenommen. Zum Abschluss der gelungenen Aktion gab es neben Bratwürstchen vom Grill noch eine Zirkuseinlage der anwesenden Schülerinnen und Schüler. Alle Eltern waren froh, etwas dazu beigetragen zu haben, ihren Kindern für eine Weile eine frische, saubere Lernumgebung zu bieten. Die restlichen Räume werden bestimmt bald angegangen, sollte die Stadt Barsinghausen nicht schneller sein.

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