Wiederaufführung eines vergessenen Magnificats

Kirchenchor Hohenbostel-Bantorf singt am 19. Dezember Zachow-Werk in der Thomaskirche

Kirchenchorprobe 1.HOHENBOSTEL (red). Ein besonderer musikalischer Leckerbissen wird den Besucherinnen und Besuchern des traditionellen Adventskonzerts des Kirchenchors Hohenbostel-Bantorf am Vorabend des vierten Advents  in der Hohenbosteler Thomaskirche serviert. Ein „vergessener“ „Lobgesang der Maria“ des Komponisten Friedrich-Wilhelm Zachow für Orchester, Chor und vier Solostimmen erklingt erstmals wieder seit Menschengedenken. Chorleiter Jürgen Klenner hat dieses Werk vor einiger Zeit in den Niederlanden gehört und war begeistert. Nach umständlichen Recherchen gelang es ihm, die Partituren zu beschaffen, denn das Magnificat gab es nicht in gedruckter Form  -und schon gar nicht als Chorsatz im Internet. Zachow ist in unserem Raum auch nicht mehr besonders bekannt. Dabei hat der Lehrer Händels und Organist in Halle zahlreiche Barockwerke komponiert, die später seine Schüler inspirierten. Als weiterer Höhepunkt des Abends kommt das Oratorium „Die Kindheit Jesu“ zur Aufführung, das der Bachsohn Johann Christoph Friedrich 1773 komponierte. Dieses aus 17 Teilen bestehende Werk war seit mehr als 25 Jahren nicht mehr in Barsinghausen zu hören. Umrahmt wird die adventliche Abendmusik von den vierstimmigen Sätzen zum Mitsingen „Es ist ein Ros entsprungen“ sowie „Tochter Zion“. Im sechzehn Musiker-starken Orchester sind dieses Mal auch zwei Hörner dabei. Die Zuhörer und Zuhörerinnen werden auf bekannte Gesichter treffen, wie Meike Sörensen (Kontrabass), Renate Bury-Uhlendorf (Violine), Friedrich Kampe (Cembalo) und Roland Baumgarten(Violoncello), der seit mehr als zwanzig Jahren bei Klenners Konzerten mit von der Partie ist. Freudiges Wiederhören wird es bei den Solisten geben, vor allem mit Christiane Kampe (Sopran) und Norbert Heidgen (Bass). Die eintrittsfreie Abendmusik beginnt am Samstag, 19. Dezember, um 19.30 Uhr. Einlass ist bereits eine halbe Stunde vorher.