Wildfleisch hat jetzt Hochsaison

REGION (red).

Zu den Weihnachtsfeiertagen schätzen viele Verbraucherinnen und Verbraucher etwas Besonderes. Wild aus landwirtschaftlicher Gehegehaltung zählt zweifelsfrei dazu, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Das Fleisch ist nachhaltig erzeugt, wird frisch angeboten und ist fettarm sowie eiweißreich. Außerdem loben Experten den feinen Wildgeschmack und die hohe Bekömmlichkeit. Zudem ist es in der Küche sehr vielseitig einsetzbar und eignet sich beispielsweise auch hervorragend zum Kurzbraten oder Grillen. Etwa 100 landwirtschaftliche Gehegehalter zählt der 40 Jahre alte Landesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung in Niedersachsen, ein Schwerpunkt liegt in der Region Hannover. Zum überwiegenden Teil werden Damtiere gehalten, aber auch Rot- und Sikawild sowie vereinzelt Schwarz- und Muffelwild leben in den Gehegen. Die hiesigen Anbieter vermarkten ihre Ware frisch, die Tiere werden meist im Alter von 15 bis 18 Monaten geschlachtet, damit ist ein zartes Fleisch garantiert. Die Nachfrage ist deutlich höher als die heimische Erzeugung, nur etwa jeder dritte Wildbraten, das Wildbret aus der Jagd eingeschlossen, stammt aus Niedersachsen. Dirk Wahl, der die landwirtschaftlichen Wildhalter als Fachberater unterstützt, weist auf einige Probleme hin. So müssen die Wildtierhalter ihre Gehege zwar nicht mehr genehmigen lassen, aber den Unteren Naturschutzbehörden anzeigen. Auch bei den tierschutzrechtlichen Anforderungen gibt es einiges zu beachten. Und nicht zuletzt machen Auflagen für die Schlachtung den Landwirten zu schaffen, viele Tierhalter bevorzugen es daher, die schlachtreifen Tiere in einer zugelassenen Schlachtstätte außerhalb ihres Betriebes schlachten und zerlegen zu lassen. In den vergangenen Jahren gibt es zudem immer wieder Probleme mit dem Wolf. Wölfe haben auch in Wildgehegen wie bei anderen Weidetieren leichtes Spiel, sie reißen nicht nur einzelne Tiere, sondern beunruhigen ganze Herden und verletzten gleich mehrere Tiere in einer Nacht. Die Wildtierhalter haben sich deshalb ebenfalls in dem Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement mit organisiert und sprechen sich für eine Bejagung auffälliger Wölfe aus. Der Landesverband landwirtschaftlicher Wildhalter bietet unter www.wildhaltung-niedersachsen.de viele Tipps für Verbraucher und hat dort eine Adresse der Direktvermarkter zum Download eingestellt.

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