„Wir sieben“ feiern gemeinsam: Fest zur Gründung der Gesamtkirchengemeinde Barsinghausen

BARSINGHAUSEN (red).

Das war gelungen! Die Einführung des neuen Gesamtkirchenvorstandes verband die Gesamtkirchengemeinde (GKG) Barsinghausen gleich mit ihrem Gründungsfest am Sonntag, 26. Mai. Unter dem Motto „Wir sieben“ feierten alle Ortsgemeinden ein fröhliches Fest und einen musikalisch-festlichen Gottesdienst in und rund um die Klosterkirche. „Die neue Gemeinde umfasst knapp 12000 Mitglieder“, machte Michael Rehren, der Vorsitzende des Vorstandes in seiner Begrüßung die Stärke deutlich. Gemeinsam sind die Ortsgemeinden unterwegs – und so gestalteten Haupt- und Ehrenamtliche zusammen Gottesdienst und Fest.

In ihrer Predigt gingen Pastor Sebastian Kühl und Pastorin Uta Junginger auch auf die Gründe zur Bildung der Gesamtkirchengemeinde ein. „Wir können die Last nicht mehr allein tragen. Kirchenaustritte führen auch dazu, dass wir im nächsten Jahr eine halbe Pfarrstelle kürzen müssen. Wie sollen wir das schaffen?“, meinte Uta Junginger. Und ihr Kollege fand deutliche Worte zur Krise, in der sich die Kirche befindet. „Wir verlieren Vertrauen, das zeigt sich auch in der veröffentlichten Forums-Studie zum Missbrauch in der Kirche. Die Kirche, wie wir sie kennen, steht vor einem Ende. Uns ist klar: etwas muss sich ändern. Die Krise ist der Zeitpunkt für Veränderungen. Mit der Bildung der Gesamtkirchengemeinde ducken wir uns nicht weg, sondern gestalten. Wir warten nicht ab, sondern werden, so wie heute, noch viele Momente erleben, die uns begeistern“, sagte er.

n einer feierlichen Zeremonie segneten schließlich die Pastorinnen und Pastoren der Ortskirchengemeinden alle 25 Kirchenvorsteherinnen und -Vorsteher, dazu gehören 22 im März gewählte Personen und die beiden Patrone aus Kirchdorf und Stemmen und die Äbtissin des Klosters. Auch Tabea Hecking, die Geschäftsführerin der GKG, wurde für ihren Dienst gesegnet. Die neuen KV-Mitglieder sind zwischen 24 und 75 Jahre alt. „Wir sind so schnell zur GKG geworden. Und so viele übernehmen Verantwortung. Selbst ein Verwaltungsausschuss tagt konstruktiv und kurzweilig mit kompetenten Mitgliedern“, lobte Uta Junginger.

An den Gottesdienst, den die Jugendband und ein gemeinsamer Chor aus verschiedenen Ortsgemeinden musikalisch gestaltete, schloss sich ein rundes Fest mit vielen Begegnungen, Angeboten für Kindern und Karaoke-Gesang. Dafür wurde eigens ein Musik-LKW organisiert und Gäste griffen spontan oder auch vorbereitet zu den Mikrophonen und sangen verschiedenste Lieder. Das Fest endete mit dem Auftritt des Kinderchores unter Leitung von Ole Magers und Maira Blume mit dem Musical vom „Verlorenen Sohn“.

Fotos + Bericht: Sabine Freitag