„Woher soll das Geld für solche Maßnahmen kommen?“

Vorschläge zur Umgestaltung des Innenstadtrings werden besprochen

BARSINGHAUSEN (ta). Eine mögliche Neu- und Umgestaltung des sogenannten Innenstadtrings mit den Straßen Rehrbrink-, Altenhof-, Bergamt- und Deisterstraße war jetzt Thema im Bauausschuss. Das von der Stadt beauftragte Ingenieurbüro SHP aus Hannover hatte die betreffenden Bereiche untersucht und stellte nun potentielle Verbesserungsmöglichkeiten vor. Festgestellt worden sei, dass Gehwege teilweise zum schmal und nicht barrierefrei seien, dass einige Flächen eine geringe Aufenthaltsqualität aufwiesen, dass der westliche Zugang zur Marktstraße nicht wirklich in die Einkaufs- und Fußgängerzone einlade, dass teilweise Begrünung mit schattenspendenden Bäumen fehle und dass die Bedingungen für den Radverkehr grundsätzlich recht gut seien. Als konkrete Vorschläge schlug das Fachbüro eine teilweise Reduzierung der Fahrbahn-Dominanz samt Fahrbahnbreite, breitere Gehwege, eine teilweise Freigabe der Gehwege für den Radverkehr, die Weiterentwicklung von Parkflächen zu Multifunktionsflächen und eine Begegnungszone für eine größere Aufenthaltsqualität am Ziegenteich vor. Nach der Vorstellung der möglichen Maßnahmen fragte CDU-Ratsherr Max Matthiesen etwas verdutzt: „Und woher soll das Geld für solche Maßnahmen kommen?“ Er monierte auch, dass nähere und konkretere Daten zu dem Projekt fehlen würden. Michaela Klank von der Bauverwaltung entgegnete, dass nötige Mittel für das Sanierungsgebiet Innenstadt vorhanden seien, auch weil das Thema Umgestaltung des Innenstadtrings bereits im Jahr 2020 vom Rat besprochen worden sei. Über konkrete Maßnahmen solle die Politik zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht entscheiden. Ratsherr Andreas Lorch meldete für die SPD-Fraktion Beratungsbedarf an und Kerstin Beckmann von der Wählergemeinschaft „Aktiv für Barsinghausen“ (AFB) zweifelte sehr deutlich an, dass Kosten für konkrete Maßnahmen schon in 2020 beschlossen worden seien. In der aktuellen Situation würden die städtischen Finanzen nicht für eine kurzfristige Realisierung derartiger Veränderungsmaßnahmen ausreichen.

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