Zahl der Verkehrsunfälle und der Schwerverletzten sinkt in Barsinghausen

Zwei Verkehrstote und mehr leicht Verletzte in 2019 / Intensive Kontrollen führen zu mehr überführten Fahrern unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

BARSINGHAUSEN (ta). Das Polizeikommissariat Barsinghausen hat heute die Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr veröffentlicht. Während die Zahl der Unfallfluchten im Stadtgebiet seit Jahren im Ansteigen begriffen ist und nun mit 233 Fällen einen neuen Höchststand erreicht hat, ist die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr von 833 auf 829 leicht gesunken. Davon ereigneten sich 78% innerhalb und 22% außerhalb von geschlossenen Ortschaften. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Unfälle mit Personenschäden, nämlich von 128 auf 148 Fälle. Die Zahl der Verunglückten stieg in 2019 von vorher 160 auf 190, zwei Personen wurden bei Unfällen getötet (2018: 0). Erfreulich sei aber, dass sich die Zahl der schwer Verletzten von 24 auf 15 reduziert habe, betont Kommissariatsleiter Ludger Westermann. Örtliche Schwerpunkte bei den Verkehrsunfällen gebe es in Barsinghausen aber nicht. In der täglichen Arbeit würden sich die Polizeibeamten vor allem auf die Überwachung der Geschwindigkeit und das Fehlverhalten von und gegenüber Fahrradfahrern sowie die vielschichtigen Präventionsmaßnahmen mit Risikogruppen konzentrieren. Dass dies Sinn mache, zeige auch ein Blick auf die Altersgruppen, die in Unfälle mit Personenschäden verwickelt worden seien. Gestiegen ist nämlich die Zahl der verletzten Personen über 65 Jahren von 32 in 2018 auf 43 in 2019. Gestiegen ist aber auch die Zahl der Unfallverletzten im Alter von 18 bis 24 Jahren von 16 auf 23 Personen. Gesteigert werden konnte die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten von knapp 35 auf über 37%, die Mehrzahl der Delikte ereignete sich im ruhenden Verkehr. Die intensiven Kontrollen der Polizei haben außerdem dazu geführt, dass mehr Personen ermittelt werden konnten, die entweder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Auto oder Fahrrad gefahren sind. Die Zahl der Blutentnahmen und Atemalkoholmessungen stieg gegenüber 2018 von 74 auf 118. Bei den Radfahrern, die in Verkehrsunfälle verwickelt waren, gibt es einen deutlichen Anstieg von 30 auf 50 Fälle zu konstatieren, dabei wurden sechs Radfahrer schwer verletzt. Ein Grund für den Anstieg sei laut Polizei das gute Wetter, aufgrund dessen auch die Mobilität der Radfahrer höher als sonst ausfalle.

Foto: Polizei / FF Barsinghausen (Archiv)