Zustand der Radwege beschert Barsinghausen beim Fahrradklimatest nur einen abgeschlagenen Platz

BARSINGHAUSEN (red).

Der ADFC Wennigsen/Barsinghausen informiert: Die Ergebnisse des bundesweiten Fahrradklimatests 2024 sind am 17. Juni veröffentlicht worden: 213 000 Radfahrende hatten teilgenommen, erfragt wurden die Radfahrbedingungen vor Ort. Mit einer Bewertung von 3,92 zu 3,96 verbesserte sich das bundesweite Fahrradklima im Vergleich zum 2022 nur leicht. Die größten Fortschritte erzielten Großstädte dank intensiver Radverkehrsförderung: Hannover steigerte sich auf die Note 3,2. Barsinghausen belegte unter 429 Kommunen in der Klasse von 20000 – 50000 Einwohnern mit einer unveränderten Gesamtnote von 4,29 lediglich Platz 365. Positiv werden die Fahrradmitnahme im ÖPNV, die Abstellanlagen und das vergleichsweise geringe Diebstahlrisiko bewertet, die Infrastruktur mit 3,9. Konflikte mit Fußgängern sind eher selten. Am negativsten wird die Oberfläche der Radwege beurteilt sowie die Wegweisung und Reinigung der Radwege. Die Teilnehmer vermissen eine bessere Förderung des Radverkehrs und ärgern sich über durch Fahrzeuge blockierte Radwege.

Außerdem wird besonders die nicht ausreichende Breite der Radwege moniert. Das Fahren im Mischverkehr, auf Radwegen und Radstreifen erhält schlechte Noten und die Sicherheit wird nur mit 4,3 eingestuft. Fazit: Trotz der Umsetzung etlicher kleinerer Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept warten die Radfahrenden in Barsinghausen auf grundlegende Verbesserungen der Radverkehrsbedingungen. Die Führung des Radverkehrs entlang der maroden Landesstraße 391 von Egestorf bis Hohenbostel ist Sinnbild für die jahrelange Vernachlässigung Barsinghausens durch das Land.

Foto: ADFC