Erste Ausschüttung der Kerstin-Jünemann-Hospizstiftung an das Anna-Forcke-Stift und den Hospizdienst

Jeweils 1.600 Euro gehen an das Anna-Forcke-Stift und den ambulanten Hospizdienst

Beate Platte (Aufgefangen) (v.li.) Renate Kösel-Görtz (Kuratorium), Antje Marklein (Kuratoriumsvorsitzende), Pastorin Ute Kalmbach (Kuratorium) und Joachim Richter (stationäres Hospiz) freuen sich gemeinsam über die erste Ausschüttung der Kerstin-Jünemann-Hospizstiftung.

BARSINGHAUSEN (fk). Im letzten Jahr wurde die Kerstin-Jünemann-Hospizstiftung unter der Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises Ronnenberg gegründet. Mit dieser Stiftung soll die Hospizarbeit vor Ort unter dem Motto „Dem Abschied Raum geben“ unterstützt werden. Ein Kuratorium geleitet von Superintendentin Antje Marklein als Vorsitzende, koordiniert die Stiftungsarbeit. Heute nun kam es zu einer der ersten Ausschüttungen von 1.600 Euro an das künftige Hospiz im Anna-Forcke-Stift in der Bergstraße in Barsinghausen. Der Verein für Gemeindediakonie Barsinghausen hat im Sommer 2019 das Grundstück mit dem Gebäude käuflich erworben, um das Haus zu sanieren und zukünftig als stationäres Hospiz zu nutzen. Ursprünglich waren rund 3,7 Millionen Euro für die gesamte Sanierung geplant, aber mittlerweile liegt man, bedingt durch unter anderem explodierenden Kostensteigerungen im Baugewerbe bei aktuell rund 4,8 Millionen. Laut Joachim Richter, Vorstand des Vereins für Gemeindediakonie Barsinghausen, waren auch die Anforderungen des Denkmal- und Brandschutzes an der Kostensteigerung beteiligt. Mittlerweile hat sich einiges getan im Anna-Forcke-Stift und man kann im Gegensatz zu den ersten Besichtigungen im Jahr 2016 im Gebäude schon deutliche Strukturen erkennen. Laut Richter ist die Inbetriebnahme des stationären Hospizdienstes für Anfang 2023 geplant und das Geld der Ausschüttung soll in die Einrichtung des Gebäudes fließen, für die rund 350.000 Euro geplant sind.

Weitere 1.600 Euro aus der Kerstin-Jünemann-Hospizstiftung gingen an den Ambulanten Hospizdienst „Aufgefangen“, der sich seit seiner Gründung im Jahr 1992 in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen engagiert und den Angehörigen Unterstützung und Entlastung bietet. Ebenso werden trauernde junge und erwachsene Menschen in ihrer Trauer begleitend und ihnen zur Seite gestanden. Hierzu dient als Basis aller Trauerarbeit das Lebenshaus in der Hinterkampstraße 14 in Barsinghausen, in dem sich auch der sogenannte Fuchsbau für die Trauerbegleitung junger Menschen befindet. Dort möchte man das Geld aus der Stiftung in die tägliche Trauerarbeit, wie unter anderem dem kreativen Anfertigen von Gedenkbrettern, die gemeinsam mit der Kunstschule Noa Noa gestaltet werden. Wer die Kerstin-Jünemann-Hospizstiftung unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende oder Zustiftung auf die Konten bei der Volksbank (IBAN DE66 2519 3331 0400 0099 00), bei der Sparkasse Hannover (IBAN: DE66 2505 0180 0020 0000 22) sowie bei der Stadtsparkasse Barsinghausen (IBAN: DE08 2515 1270 0000 1089 77) tun.

Foto: Krüger