HANNOVER-BURGDORF (red).
Am Ende war es die erhoffte Wiedergutmachung für den desolaten Auftritt im DHB-Pokal am Mittwoch in Balingen. Vor 7498 begeisterten Fans in der ZAG-Arena fertigte die TSV Hannover Burgdorf Frisch auf Göppingen mit 36:28 (18:15) ab und festigte seinen Platz in der Spitzengruppe. Wenn man ein Haar in der Suppe suchen möchte: Das Ergebnis hätte höher ausfallen müssen. Schon der Start war perfekt – zwei Ballgewinne, zwei Konter und zwei Treffer. Auf den Rängen erhöhte sich früh die Temperatur. August Pedersen nutzte den nächsten technischen Fehler sogar zum 3:0. Nicht einmal drei Minuten waren da gespielt. Der Schwung verpuffte zunächst aber schnell, denn beim 5:5 (8.) war Frisch Auf wieder auf Augenhöhe.
Dann lief Joel Birlehm heiß und Hannover setzte sich wieder 10:7 (17.) ab. Wichtig: Die gänzlich ganz andere Körpersprache und Aggressivität in der Abwehr als noch am Mittwoch bei der blutleeren Pokalpleite. Die Führung löste Fesseln. Sebastian Heymann, der im bisherigen Saisonverlauf enttäuschte, traf gegen seinen Ex-Club endlich mal aus dem Rückraum und auch das Tempospiel überzeugte. Folgerichtig erhöhte Jonathan Edvardsson vier Minuten vor der Pause auf 18:12. Der einzige Makel der ersten Hälfte: Wie so oft gelang es nicht, sich höher abzusetzen. Bis zum Seitenwechsel schmolz die Führung auf 18:15.
Die Recken legten aber gleich nach Wiederanpfiff nach. Die ersten Aktionen glichen dem Spielbeginn. Keine 120 Sekunden waren gespielt, da erhöhte Heymann im Gegenstoß auf 21:15. Wie in Durchgang eins wurde das Recken-Spiel danach fahrig. Obwohl Birlehm noch zwei Topchancen entschärfte, schmolz der Vorsprung auf 23:20 (40.). Doch die Süddeutschen halfen kräftig mit Fehlpässen und technischen Fehlern. In Quarterback Manier schickte Birlehm Justus Fischer auf die Reise, der zum 26:20 netzte. Fischer war kaum zurück in der eigenen Hälfte, da durfte Daniel Weber allein aufs Tor laufen. In der 42. Minute war die Entscheidung gegen die schwachen Gäste gefallen. Das Tor des Tages war Sebastian Heymann vorbehalten. Mit gefühlten 150 Stundenkilometern feuerte die Kugel zum 32:22 (50.) in den Winkel.
Bericht: Uwe Serreck