Leserbrief zum Abriss des alten SCB-Heims: “Wer übernimmt die Verantwortung für die Kosten?”

BARSINGHAUSEN (red).

“Im September 2019 wurde beschlossen, den Erbbaurechtsrechtsvertrag mit dem Schwimmclub Barsinghausen e.V. über das Vereinsheim am Nachtigallweg aus dem Jahr 2000 aufzulösen.  An den Schwimmclub wurde eine einmalige Ablösesumme für das Vereinsheim von 85.000 € gezahlt. Die erforderlichen zusätzlichen Mittel in Höhe von 40.000 € für den Um- und Anbau des SCB Heimes zu einer zweigruppigen Kindertagesstätte wurden in den Doppelhaushalt 2020/2021 zusätzlich veranschlagt. Beteiligt an diesem Entscheidungsprozess sind Verwaltung, Rat und Bürgermeister. Jedem der schon mal im Vereinsheim gewesen ist, z. B bei der Nutzung von Feiern, musste klar sein, dass dieses Gebäude in einem sehr schlechten Zustand ist und dass es für eine Nutzung von Kindern ungeeignet ist und nur mit einem immensen Kosten und Bauaufwand den baurechtlichen Vorgaben für eine KiTa Nutzung nachgerüstet werden kann. So sind die Toiletten außen in einem separaten Gebäudeteil und alles war nur auf das Einfachste ausgestattet und größtenteils in Eigenleistung des Vereins erstellt worden. Welche Baustandards wurden hier beurteilt? Wie ist es möglich, dass erst jetzt nachdem mehr als ein Jahr vergangen ist, offiziell festgestellt wird, dass ein Abriss erforderlich ist? Auf dem Gelände haben schon umfangreiche Erdarbeiten zur Vorbereitung  der Bodenplatte des Anbaues stattgefunden, die nun wieder hinfällig sind. Wie ist der Stellenwert eines „Kita-Nothilfeplanes“? Werden die Anliegen der Bürger ernst genommen? Für Familien, die händeringend auf Betreuungsplätze warten ist absolut nicht nachvollziehbar, wie hier Zeit und Kosten verschwendet wurden. In Zeiten von knappen Ressourcen und hohen Baukosten, wäre es angezeigt gewesen, verantwortungsbewusster mit den Interessen und dem Geld der Bürger umzugehen.”

Dagmar Täger, Barsinghausen

Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich sinnwahrende Kürzungen vor. Nicht alle Zuschriften können veröffentlicht werden.