“Schockanruf”: Betrüger erbeuten Bargeld

REGION (red).

Am Freitag übergab eine Hildesheimerin einem unbekannten Mann mehrere tausend Euro, weil sie glaubte, so einem Verwandten, der an Corona erkrankt sei, helfen zu können. Nach bisherigen Erkenntnissen klingelte gegen 13 Uhr das Telefon der älteren Dame, die in dem Ortsteil Nordstadt wohnhaft ist. Am Apparat stellte sich der angebliche Sohn vor und gab an, in einem Krankenhaus in Hannover zu liegen und an Corona erkrankt zu sein. Der Verlauf seiner Krankheit wäre so schwer, dass nur eine Spritze mit einem Medikament, welches sehr teuer sei, sein Leben retten könne. Nach der dramatischen Darstellung seines vermeintlichen Gesundheitszustandes bat er die Hildesheimerin um eine finanzielle Unterstützung. Sie sagte ihm ihre Hilfe zu und packte die geforderte fünfstellige Summe in einen Beutel. Es folgten weitere Telefonate und Anweisungen, wo sie das Geld in Hannover übergeben soll. Anschließend fuhr sie mit dem Auto in die Burgstraße in Hannover und überreichte mehrere tausend Euro an einen unbekannten Mann. Erst nachdem ihr Sohn am selben Tag bei ihr erschien, war der älteren Dame klar, dass sie auf eine Betrugsmasche hereingefallen war. Den unbekannten Mann beschrieb sie wie folgt:

männlich, ca. 20-30 Jahre alt

ca. 160-170 cm groß

gebräunter Teint

schwarzes Haar

Brille mit schwarzem Gestell

kein Bart

schwarze Umhängetasche

Hinweise nimmt die Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 05121-939-115 entgegen.

Präventionstipps: Übergeben Sie NIEMALS Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen. Vergewissern Sie sich IMMER, ob die dargestellte Geschichte der Wahrheit entspricht. Nehmen Sie dafür mit Nachbarn, Freunden oder Verwandten Kontakt auf. Nutzen Sie dafür die Ihnen bekannten Telefonnummern. Lassen Sie sich NIE unter Druck setzen. Holen Sie sich Hilfe.